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36 KiB
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| marp | theme | paginate | backgroundColor | header | footer | title |
|---|---|---|---|---|---|---|
| true | gaia | true | Fragenkatalog – Dateiformate (223015b) |
Klausurfragen – 223015b
Dateiformate, Schnittstellen, Speichermedien · HdM Stuttgart · M. Czechowski
Stand: 01.02.2026
Legende – Moodle XML-Typen:
[MC]=multichoice(einzelne Auswahl)[MM]=multichoice+<single>false</single>(Mehrfachauswahl)[MATCH]=matching(Zuordnung)[ORDER]=ordering(Reihenfolge)[ESSAY]=essay(Freitext, manuell bewertet)[SHORTANS]=shortanswer(Stichwort/Satz, automatisch geprüft)[NUMERIC]=numerical(Zahlenwert ± Toleranz)[CLOZE]=cloze(Lückentext, gemischt)`
BLOCK J – Dateiformate: Grundbegriffe
J1 – Was bedeutet „komprimieren"?
Thema: Grundbegriffe – Kompression
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was bedeutet es, eine Datei zu komprimieren?
- Die Datei wird auf einem anderen Speichermedium gesichert.
- Die Dateigröße wird durch Entfernung oder Vereinfachung von Daten reduziert. ✅
- Die Datei wird verschlüsselt, damit sie kleiner aussieht.
- Die Datei wird in ein anderen Format umgewandelt, ohne dass sich die Größe ändert.
Feedback: Kompression = Dateigröße reduzieren. Zwei Familien: verlustfrei (alle Daten bleiben erhalten, z. B. ZIP, PNG) und verlustbehaftet (Daten werden dauerhaft weggeworfen, z. B. JPEG, MP3).
J2 – Verlustfrei vs. verlustbehaftet
Thema: Grundbegriffe – Kompressionsprimitiven
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Format zu, ob es verlustfrei oder verlustbehaftet komprimiert.
| Format | Kompressions-Typ |
|---|---|
| JPEG | Verlustbehaftet |
| PNG | Verlustfrei |
| MP3 | Verlustbehaftet |
| ZIP | Verlustfrei |
| FLAC | Verlustfrei |
| WebP (lossy) | Verlustbehaftet |
Feedback: Verlustfrei = Originaldaten perfekt rekonstruierbar (ZIP, PNG, FLAC). Verlustbehaftet = Daten dauerhaft weggeworfen, nicht mehr zurückholbar (JPEG, MP3).
J3 – Verlustfrei vs. verlustbehaftet: Erkläre
Thema: Grundbegriffe – Konzept
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erkläre den Unterschied zwischen verlustfreier und verlustbehafteter Kompression. Nenne je ein konkretes Beispiel und erkläre, warum man in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Kompressionstypen wählt.
Musterlösung: Verlustfrei: Alle Originaldaten bleiben erhalten – die Datei kann perfekt rekonstruiert werden (z. B. ZIP, PNG). Verlustbehaftet: Daten werden dauerhaft weggeworfen – die Datei kann nicht mehr perfekt hergestellt werden (z. B. JPEG, MP3). Wahl: Fotos fürs Web → JPEG (verlustbehaftet), weil der Unterschied kaum sichtbar ist und die Datei deutlich kleiner wird. Archivierung oder Grafiken → PNG (verlustfrei), weil Qualitätsverlust inakzeptabel wäre.
J4 – Was bedeutet „skalieren"?
Thema: Grundbegriffe – Skalierung
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was passiert, wenn ein Rasterbild vergrößert wird?
- Neue Pixel werden aus dem Dateiformat automatisch geladen.
- Fehlende Pixel müssen durch Interpolation „erfunden" werden – es entsteht keine neue Information. ✅
- Das Bild wird verlustfrei größer, weil Pixel automatisch duplifiziert werden.
- Die Dateigröße bleibt gleich, nur der Zoom im Betrachter ändert sich.
Feedback: Ein Rasterbild hat eine native Auflösung. Alles darüber hinaus = Schätzung (Interpolation). Deshalb werden vergrößerte Rasterbilder unscharf – es gibt einfach keine Daten für die fehlenden Pixel.
J5 – Was bedeutet „konvertieren"?
Thema: Grundbegriffe – Konvertierung
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was bedeutet es, eine Datei zu konvertieren?
- Die Datei wird komprimiert und umbenannt.
- Die Daten werden von einem Format in ein anderes umgewandelt (z. B. JPEG → PNG, MP4 → WebM). ✅
- Die Datei wird verschlüsselt und in ein neues Format gepackt.
- Die Dateiendung wird umbenannt, ohne dass sich der Inhalt ändert.
Feedback: Konvertierung = Format-Umwandlung. Der Inhalt bleibt inhaltlich gleich, aber die Art der Speicherung (Kompression, Struktur) ändert sich. Wichtig: Eine Dateiendung umzubenennen ist KEINE Konvertierung.
J6 – Was bedeutet „codieren" und „decodieren"?
Thema: Grundbegriffe – Codec-Konzept
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erkläre, was „codieren" und „decodieren" bedeuten. Erkläre anschließend, warum der Begriff „Codec" aus beiden Wörtern zusammengesetzt ist, und nenne ein konkretes Beispiel.
Musterlösung: Codieren = Daten in ein bestimmtes Format umwandeln (z. B. Rohvideodaten → H.264-komprimiertes Video). Decodieren = das Gegenteil: komprimierte Daten wieder in abspielbare Form zurückwandeln (z. B. H.264 → Pixeldaten für den Bildschirm). Codec = Co(der) + Dec(oder) – ein Algorithmus, der beides kann. Beispiel: H.264 ist ein Video-Codec: Der Encoder erzeugt die komprimierte Datei, der Decoder im Player spielt sie wieder ab.
J7 – Codec vs. Container
Thema: Grundbegriffe – Codec/Container-Unterschied
Punkte: 2
Typ: [MC]
Was ist der Unterschied zwischen einem Container und einem Codec bei Videodateien?
- Container und Codec sind synonyme Begriffe für das gleiche Konzept.
- Der Container (z. B. MP4) ist die „Verpackung", die verschiedene Streams zusammenpackt. Der Codec (z. B. H.264) bestimmt, wie der Video-Stream komprimiert wird. ✅
- Der Codec ist die Dateiendung, der Container der Kompressionsalgorithmus.
- Ein Container enthält immer genau einen Codec – es kann keine Kombination geben.
Feedback: Container ≠ Codec. Ein MP4-Container kann H.264, H.265 oder AV1 enthalten. Gleiche Endung
.mp4, unterschiedlicher Inhalt. Der Container packt zusammen (Video, Audio, Untertitel, Metadaten), der Codec komprimiert.
J8 – Codec vs. Container: Zuordnung
Thema: Grundbegriffe – Codec/Container-Zuordnung
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne zu: Container oder Codec?
| Name | Typ |
|---|---|
| MP4 | Container |
| H.264 | Codec |
| WebM | Container |
| AV1 | Codec |
Feedback: Container = Dateiformat, das Streams zusammenpackt (MP4, MKV, WebM). Codec = Kompressionsalgorithmus für einen bestimmten Stream (H.264, AV1, AAC).
J9 – Redundanz vs. Irrelevanz
Thema: Grundbegriffe – Kompressionsprinzipien
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Verlustfreie und verlustbehaftete Kompression arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Ordne zu.
| Prinzip | Kompressionstyp |
|---|---|
| Redundanz entfernen (wiederholende Muster kompakter darstellen) | Verlustfrei |
| Irrelevanz entfernen (für Menschen nicht wahrnehmbar) | Verlustbehaftet |
Feedback: Der Kernunterschied: Verlustfrei arbeitet mit Redundanz – Wiederholungen werden kompakter gespeichert, aber nichts geht verloren. Verlustbehaftet arbeitet mit Irrelevanz – Daten werden weggeworfen, die Menschen sowieso nicht wahrnehmen können (Psychovisuell bei Bildern, Psychoakustisch bei Audio).
J10 – Dateneinheiten: Größenordnungen
Thema: Grundbegriffe – Speichereinheiten
Punkte: 2
Typ: [ORDER]
Sortiere die Dateneinheiten von kleinster zu größter:
- Byte
- Kilobyte (KB)
- Megabyte (MB)
- Gigabyte (GB)
- Terabyte (TB)
- Petabyte (PB)
Feedback: Jede Stufe = Faktor 1.000 (SI-Präfixe). Merkhilfe: „Komm Mit Großem Tee, Peter". Ein einzelnes Foto (12 MP, unkomprimiert) ≈ 36 MB. Ein FullHD-Kinofilm ≈ 1 GB. Ein 4K-Film pro Minute unkomprimiert ≈ 44 GB.
J11 – Bit und Byte: Umrechnung
Thema: Grundbegriffe – Bit/Byte-Verhältnis
Punkte: 1
Typ: [NUMERIC]
Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit. Ein Byte besteht aus wie vielen Bit?
Lösung: 8 (±0)
Feedback: 1 Byte = 8 Bit. Ein Byte kann einen Wert von 0 bis 255 darstellen (2⁸ − 1). Die Unterscheidung Bit/Byte ist fundamental – Bit wird mit kleinem „b" abgekürzt (b), Byte mit großem „B" (B). Deshalb: 1 Mbit/s ≠ 1 MB/s.
J12 – 7-Bit ASCII: Wie viele Zeichen?
Thema: Grundbegriffe – ASCII-Zeichenkodierung
Punkte: 1
Typ: [NUMERIC]
Der ASCII-Standard verwendet 7 Bit pro Zeichen. Wie viele verschiedene Zeichen können damit dargestellt werden?
Lösung: 128 (±0)
Feedback: Bei n Bit gibt es 2ⁿ mögliche Werte. 7 Bit → 2⁷ = 128 Zeichen. Diese umfassen: Ziffern (0–9), Buchstaben (A–Z, a–z), Sonderzeichen und Steuerzeichen. Achtung: Umlaute (ä, ö, ü) sind nicht im ASCII-Sortiment – dafür braucht man z. B. UTF-8.
J13 – Hexadezimalzahlen: Zwei 4-Bit-Werte
Thema: Grundbegriffe – Hexadezimal
Punkte: 2
Typ: [NUMERIC]
Zwei Hexadezimalzahlen werden jeweils durch 4 Bit dargestellt. Wie viele verschiedene Werte kann eine einzelne Hexadezimalziffer annehmen?
Lösung: 16 (±0)
Feedback: 4 Bit → 2⁴ = 16 Werte (0–15). Diese werden in Hexadezimal als 0–9 und A–F dargestellt. Zwei Hex-Ziffern zusammen = 8 Bit = 1 Byte → ein Byte lässt sich immer als genau zwei Hex-Ziffern schreiben (z. B. Byte 255 = FF, Byte 10 = 0A).
J14 – Ein Pixel, drei Kanäle, 8 Bit
Thema: Grundbegriffe – Speicherbedarf eines Pixels
Punkte: 1
Typ: [NUMERIC]
Ein einzelner Pixel wird durch drei Farbkanäle (R, G, B) mit jeweils 8 Bit Farbtiefe gespeichert. Wie viele Byte Informationen enthalten ein solcher Pixel?
Lösung: 3 (±0)
Feedback: 3 Kanäle × 8 Bit = 24 Bit = 3 Byte pro Pixel. Das entspricht einer 24-Bit-Farbtiefe (True Color). Diese 3 Byte pro Pixel bilden die Basis für jede Speicherberechnung von Rasterbildern: Breite × Höhe × 3 Bytes = Gesamtgröße unkomprimiert.
BLOCK K – Bildformate & Raster vs. Vektor
K1 – Was ist ein Pixel?
Thema: Digitale Bilder – Grundbegriffe
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist ein Pixel in einem digitalen Bild?
- Ein winziges physisches Kameraobjektiv.
- Ein einzelner Farbpunkt in einem Rasterbild – der kleinste Baustein. ✅
- Eine Einheit zur Messung der Dateigröße.
- Ein Synonym für eine Farbe im RGB-Farbraum.
Feedback: Pixel = Picture Element. Ein digitales Rasterbild ist ein 2D-Array aus Pixeln, jeder mit einem Farbwert (z. B. RGB).
K2 – Speicherbedarf berechnen
Thema: Rastergrafiken – Berechnung
Punkte: 2
Typ: [NUMERIC]
Ein Bild ist 1920 × 1080 Pixel groß und nutzt 24-Bit-Farbtiefe (True Color). Wie groß ist das Bild unkomprimiert in Megabyte? (Runde auf eine Dezimalstelle)
Formel: Breite × Höhe × (Farbtiefe / 8) = Bytes
Lösung: 1920 × 1080 × 3 = 6.220.800 Bytes ≈ 6,2 MB (±0,1)
Feedback: 24 Bit = 3 Bytes pro Pixel (8 Bit pro Kanal: R, G, B). 1920 × 1080 = 2.073.600 Pixel × 3 Bytes = 6.220.800 Bytes. Durch 1.000.000 ≈ 6,2 MB.
K3 – Farbtiefe: Bedeutung
Thema: Rastergrafiken – Farbtiefe
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jeder Farbtiefe ihre Bedeutung zu.
| Farbtiefe | Bedeutung |
|---|---|
| 1 Bit | 2 Farben (Schwarz/Weiß) |
| 8 Bit | 256 Farben (Graustufen, GIF) |
| 24 Bit | 16,7 Millionen Farben (True Color, Standard) |
| 32 Bit | 16,7 Millionen Farben + Alpha (Transparenz) |
Feedback: Bei n Bit gibt es 2ⁿ mögliche Werte. 24 Bit = 8 Bit pro Kanal (R, G, B). 32 Bit = 24 Bit Farbe + 8 Bit Alpha-Kanal für Transparenz.
K4 – Was ist Alpha-Transparenz?
Thema: Rastergrafiken – Transparenz
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was bedeutet ein 32-Bit-Bild gegenüber einem 24-Bit-Bild?
- Es hat doppelt so viele Pixel.
- Es hat einen zusätzlichen Alpha-Kanal (8 Bit), der die Transparenz jedes Pixels speichert. ✅
- Es nutzt eine höhere Auflösung.
- Es kann mehr Dateiformate speichern.
Feedback: 32 Bit = 24 Bit (RGB) + 8 Bit Alpha. Der Alpha-Kanal bestimmt, wie durchsichtig jeder Pixel ist (0 = vollständig transparent, 255 = vollständig undurchsichtig). Wichtig für PNGs mit Hintergrund-Transparenz.
K5 – Raster vs. Vektor: Kern-Unterschied
Thema: Raster vs. Vektor – Konzept
Punkte: 2
Typ: [MC]
Was ist der fundamentale Unterschied zwischen Raster- und Vektorgrafiken?
- Vektorgrafiken sind immer farbiger als Rastergrafiken.
- Rastergrafiken speichern einzelne Pixel; Vektorgrafiken speichern geometrische Beschreibungen (Pfade, Formen), die beliebig skaliert werden können. ✅
- Rastergrafiken können keine Farben darstellen, Vektorgrafiken schon.
- Der Unterschied liegt nur in der Dateiendung, nicht im Inhalt.
Feedback: Raster = „Malen nach Zahlen" (jeder Pixel einzeln). Vektor = „Bauanleitung" (Formen beschreiben). Diese Unterschied bestimmt alles: Skalierung, Dateigröße, Einsatzbereich.
K6 – Raster vs. Vektor: Vergleich
Thema: Raster vs. Vektor – Eigenschaften zuordnen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jeder Eigenschaft zu: Raster oder Vektor?
| Eigenschaft | Typ |
|---|---|
| Skalierung ohne Qualitätsverlust | Vektor |
| Ideal für Fotos | Raster |
| Dateigröße abhängig von der Auflösung | Raster |
| Ideal für Logos und Icons | Vektor |
| Speicherung als 2D-Array von Pixeln | Raster |
| Dateigröße abhängig von der Komplexität | Vektor |
Feedback: Raster = Pixel-basiert, auflösungsabhängig, ideal für Fotos. Vektor = Beschreibungs-basiert, beliebig skalierbar, ideal für Grafiken/Logos.
K7 – Skalierung: Warum werden Rasterbilder unscharf?
Thema: Rastergrafiken – Skalierung Transfer
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erkläre, warum ein Rasterbild beim Vergrößern unscharf wird, während ein Vektorbild bei beliebiger Größe scharf bleibt. Nenne einen konkreten Anwendungsfall, in dem diese Eigenschaft ausschlaggebend ist.
Musterlösung: Ein Rasterbild hat eine feste Auflösung (eine bestimmte Anzahl von Pixeln). Beim Vergrößern müssen neue Pixel „erfunden" werden (Interpolation) – es gibt keine echten Daten für die fehlenden Stellen → Unschärfe. Ein Vektorbild speichert nur Beschreibungen (Pfade, Formen). Beim Vergrößern werden einfach die Koordinaten skaliert – keine Information geht verloren → immer scharf. Anwendungsfall: Ein Logo auf einer Visitenkarte UND auf einem Plakat → SVG nutzen, damit es bei beliebiger Größe scharf bleibt.
K8 – Vektor → Raster: Wie heißt das?
Thema: Raster vs. Vektor – Konvertierung
Punkte: 1
Typ: [MC]
Wie heißt der Prozess, bei dem eine Vektorgrafik in eine Rastergrafik umgewandelt wird?
- Vektorisierung
- Rasterisierung ✅
- Pixelierung
- Komprimierung
Feedback: Rasterisierung = Vektor → Raster (trivial, immer möglich). Der umgekehrte Prozess (Raster → Vektor) heißt „Tracing" und funktioniert oft nur unbefriedigend.
K9 – Interpolation: Welches Verfahren wofür?
Thema: Rastergrafiken – Interpolationsverfahren
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Interpolationsverfahren seine Eigenschaft zu.
| Verfahren | Eigenschaft |
|---|---|
| Nearest Neighbor | Schnell, pixelig – gut für Pixel-Art |
| Bilinear | Glättet, Standard-Verfahren |
| Bicubic | Hohe Qualität, rechenintensiver |
| Lanczos | Beste Qualität, mathematisch komplex |
Feedback: Bei der Wahl: Pixel-Art → Nearest Neighbor (soll pixelig bleiben). Normale Bilder → Bilinear oder Bicubic. Maximale Qualität bei Fotos → Lanczos.
BLOCK L – JPEG: Innenleben
L1 – JPEG: Verlustfrei oder verlustbehaftet?
Thema: JPEG – Grundeigenschaft
Punkte: 1
Typ: [MC]
JPEG ist ein …
- …verlustbehaftetes Bildformat. Beim Speichern werden Daten dauerhaft weggeworfen. ✅
- …verlustfreies Bildformat wie PNG.
- …Videoformat für Streaming.
- …Vektorgrafik-Format.
Feedback: JPEG = Joint Photographic Experts Group. Verlustbehaftet: Beim Speichern werden Daten dauerhaft weggeworfen – eine gespeicherte JPEG kann nicht perfekt zum Original zurückgeführt werden. Quality 100 ≠ verlustfrei, nur „wenig wegwerfen".
L2 – Psychovisuelle Kompression: Das Auge austricksen
Thema: JPEG – Wahrnehmungsprinzip
Punkte: 2
Typ: [MC]
Wie nutzt JPEG die Schwächen des menschlichen Auges aus?
- Das Auge kann keine Farben wahrnehmen – daher werden Farben komplett entfernt.
- Das Auge sieht Helligkeit besser als Farbe. JPEG behält die Helligkeit (Y) nahezu vollständig, reduziert aber die Farbauflösung (Cb, Cr) – der Verlust wird kaum wahrgenommen. ✅
- Das Auge kann keine Details sehen – daher werden alle Details entfernt.
- JPEG nutzt keine Wahrnehmungsforschung, komprimiert rein mathematisch.
Feedback: Psychovisuelle Kompression = Schwächen des Auges ausnutzen. Kern: Mehr Stäbchen (Helligkeit) als Zapfen (Farbe) im Auge → Helligkeit sichern, Farbe reduzieren. Der Verlust ist für Menschen kaum sichtbar.
L3 – Farbraumkonversion: RGB → YCbCr
Thema: JPEG Schritt 1 – Farbraum
Punkte: 2
Typ: [MC]
Warum wird bei JPEG von RGB in YCbCr konvertiert?
- YCbCr nutzt weniger Speicher pro Pixel als RGB.
- In YCbCr sind Helligkeit (Y) und Farbe (Cb, Cr) getrennt – die Farbauflösung kann unabhängig von der Helligkeit reduziert werden. ✅
- RGB kann keine Transparenz darstellen, YCbCr schon.
- Die Konvertierung ist ein verlustfreier Schritt, der die Dateigröße halbiert.
Feedback: Y = Helligkeit (Luminanz), Cb/Cr = Farbdifferenzen (Chrominanz). Diese Trennung ermöglicht Chroma Subsampling: Helligkeit voll behalten, Farbe reduzieren – ohne sichtbaren Verlust.
L4 – Chroma Subsampling: Was ist 4:2:0?
Thema: JPEG Schritt 2 – Subsampling
Punkte: 2
Typ: [MC]
Was bedeutet das Subsampling-Schema 4:2:0?
- 4 Pixel teilen sich eine Helligkeit, aber jeder hat eigene Farbe.
- 4 Pixel teilen sich einen Farbwert (Chrominanz), aber jeder hat eine eigene Helligkeit (Luminanz). Die Farbauflösung wird auf 25% reduziert. ✅
- 4:2:0 bedeutet, dass keine Farbe gespeichert wird – nur Graustufen.
- Die Notation beschreibt die Blockgröße, nicht die Farbauflösung.
Feedback: 4:2:0 = JPEG-Standard. Von 4 Pixeln wird nur 1 Farbwert gespeichert (2×2-Block teilt Farbe), aber jeder Pixel behält seine eigene Helligkeit. Ergebnis: 50% Datenreduktion, kaum sichtbar.
L5 – JPEG-Schritte: Richtige Reihenfolge
Thema: JPEG – Kompressionsablauf
Punkte: 2
Typ: [ORDER]
Sortiere die Schritte der JPEG-Kompression in der richtigen Reihenfolge:
- Farbraumkonversion (RGB → YCbCr)
- Chroma Subsampling
- Block-Aufteilung (8×8)
- DCT (Frequenzanalyse)
- Quantisierung (hier passiert der Verlust!)
- Huffman-Coding (verlustfrei)
Feedback: Der einzige verlustbehaftete Schritt ist die Quantisierung (Schritt 5). Alles davor bereitet die Daten vor, alles danach komprimiert die Ergebnisse verlustfrei weiter.
L6 – Welcher Schritt ist verlustbehaftet?
Thema: JPEG – Verlust lokalisieren
Punkte: 1
Typ: [MC]
Bei welchem Schritt der JPEG-Kompression werden Daten dauerhaft weggeworfen?
- Farbraumkonversion (RGB → YCbCr)
- DCT (Discrete Cosine Transform)
- Quantisierung – hier werden unwichtige Frequenzkoeffizienten auf Null gesetzt oder vergröbert. ✅
- Huffman-Coding
Feedback: DCT selbst ist verlustfrei und reversibel – es sortiert nur die Daten nach Wichtigkeit. Die Quantisierung ist der einzige verlustbehaftete Schritt: Sie wirft hohe Frequenzen (feine Details) weg. Huffman-Coding danach ist wieder verlustfrei.
L7 – DCT: Was macht sie?
Thema: JPEG – DCT-Prinzip
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was leitet die DCT (Discrete Cosine Transform) bei JPEG?
- Sie komprimiert die Daten verlustbehaftet.
- Sie wandelt 64 Pixelwerte eines 8×8-Blocks in 64 Frequenzkoeffizienten um – sortiert die Information nach Wichtigkeit (niedrige Frequenz = wichtig, hohe Frequenz = Details). ✅
- Sie verschlüsselt die Daten für sichere Übertragung.
- Sie reduziert die Farbauflösung des Bildes.
Feedback: DCT = Herzstück von JPEG, aber selbst verlustfrei. Sie sortiert: Der DC-Koeffizient (0,0) = Durchschnittshelligkeit eines Blocks. Die AC-Koeffizienten = Helligkeitsänderungen. 90% der Information steckt in den ersten 10–15 Koeffizienten.
L8 – Huffman-Coding: Prinzip
Thema: JPEG – Huffman
Punkte: 2
Typ: [MC]
Wie funktioniert Huffman-Coding?
- Alle Zeichen bekommen gleich lange Codes – einfach und effizient.
- Häufige Werte bekommen kurze Codes, selten vorkommende lange Codes – variable Bitlänge statt fester 8 Bit. ✅
- Huffman-Coding verschlüsselt die Daten zusätzlich.
- Es funktioniert nur für Texte, nicht für Bilddaten.
Feedback: Huffman = verlustfrei, optimal für bekannte Häufigkeiten. Präfix-frei: Kein Code ist Anfang eines anderen → eindeutig decodierbar. Auch in ZIP, PNG, MP3 verwendet.
L9 – JPEG-Artefakte: Benennen
Thema: JPEG – Artefakte identifizieren
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem JPEG-Artefakt seine Beschreibung zu.
| Artefakt | Beschreibung |
|---|---|
| Blocking | 8×8-Blöcke werden sichtbar als Rechteckmuster |
| Ringing | „Geister" oder Halos an scharfen Kanten |
| Posterization | Farbverläufe werden stufig statt fließend |
Feedback: Alle drei sind Folgen der Quantisierung. Blocking: Weil jeder 8×8-Block unabhängig komprimiert wird. Ringing: DCT hat Probleme mit harten Kanten (Gibbs-Phänomen). Posterization: Zu wenige Bits für feine Farbabstufungen.
BLOCK M – Bildformate: PNG, GIF, WebP, SVG
M1 – PNG: Verlustfrei oder verlustbehaftet?
Thema: PNG – Grundeigenschaft
Punkte: 1
Typ: [MC]
Wie komprimiert PNG?
- Verlustbehaftet – wie JPEG, aber mit besserer Qualität.
- Verlustfrei – die Originaldaten können perfekt rekonstruiert werden. ✅
- Gar nicht – PNG speichert Daten unkomprimiert.
- PNG nutzt eine Kombination aus verlustfrei und verlustbehaftet.
Feedback: PNG nutzt DEFLATE-Kompression (wie ZIP) – verlustfrei. Deshalb ist PNG ideal für Grafiken, Screenshots und Bilder mit Transparenz, aber größer als JPEG für Fotos.
M2 – PNG vs. JPEG: Wann was?
Thema: Bildformate – Formatwahl
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie, wann Sie PNG und wann JPEG wählen würden. Nenne je zwei konkrete Anwendungsfälle und begründen Sie Ihre Wahl.
Musterlösung: PNG: (1) Screenshots – Texte und Linien bleiben scharf, keine Artefakte. (2) Logos mit Transparenz – PNG unterstützt Alpha-Transparenz, JPEG nicht. JPEG: (1) Fotos fürs Web – deutlich kleiner bei kaum sichtbarem Qualitätsverlust. (2) Social Media – Plattformen re-komprimieren sowieso, PNG würde nur unnötig groß sein.
M3 – GIF: Wie viele Farben?
Thema: GIF – Eigenschaften
Punkte: 1
Typ: [MC]
Wie viele Farben kann ein GIF-Bild gleichzeitig anzeigen?
- 16 Farben
- 16,7 Millionen Farben
- 256 Farben (8-Bit-Palette) ✅
- Unbegrenzt – GIF unterstützt alle Farben.
Feedback: GIF = 8-Bit-Palette = 256 Farben maximal. Deshalb sehen GIF-Bilder bei Fotos oft banding/posterisiert aus. GIF überlebt heute wegen Animationen.
M4 – WebP vs. JPEG: Vorteil?
Thema: Bildformate – WebP
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist der hauptsächliche Vorteil von WebP gegenüber JPEG?
- WebP unterstützt Videos, JPEG nicht.
- WebP erzeugt bei gleicher Qualität 25–35% kleinere Dateien als JPEG. ✅
- WebP ist verlustfrei, JPEG nicht.
- WebP kann keine Fotos speichern, nur Grafiken.
Feedback: WebP (Google, 2010) kann sowohl lossy als auch lossless komprimieren, unterstützt Transparenz und Animationen. Bei gleicher visueller Qualität sind WebP-Dateien deutlich kleiner als JPEG.
M5 – SVG: Was ist es?
Thema: SVG – Grundbegriff
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist SVG?
- Ein verlustbehaftetes Rasterbild-Format wie JPEG.
- Ein Vektorgrafik-Format, das Bilder als geometrische Beschreibungen (XML) speichert – beliebig skalierbar ohne Qualitätsverlust. ✅
- Ein Video-Container wie MP4.
- Ein komprimiertes Archivformat wie ZIP.
Feedback: SVG = Scalable Vector Graphics. Web-Standard für Vektorgrafiken. Beschreibt WAS gezeichnet werden soll (
<circle>,<rect>,<path>), nicht wie jeder Pixel aussieht. Ideal für Logos, Icons, Illustrationen.
M6 – Formatwahl: Szenario zuordnen
Thema: Bildformate – Formatwahl Transfer
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Szenario das optimale Bildformat zu.
| Szenario | Format |
|---|---|
| Ein Foto für eine Webseite (klein, OK-Qualität) | JPEG |
| Ein Screenshot einer Benutzeroberfläche | PNG |
| Ein Logo, das auf allen Bildschirmgrößen scharf sein muss | SVG |
| Ein animiertes Reaktionsbild für einen Chat | GIF |
Feedback: JPEG = Fotos (klein, lossy OK). PNG = Screenshots, Grafiken mit Transparenz (verlustfrei). SVG = Logos, Icons (skalierbar). GIF = Animationen (256 Farben, aber Animations-Support).
BLOCK N – Video-Kompression
N1 – Spatial vs. Temporal Compression
Thema: Video – Kompressionsprinzipien
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Prinzip seine Beschreibung zu.
| Prinzip | Beschreibung |
|---|---|
| Spatial Compression (Intra-Frame) | Komprimiert jedes einzelne Bild für sich (wie JPEG) |
| Temporal Compression (Inter-Frame) | Speichert nur die Änderungen zwischen aufeinanderfolgenden Bildern |
| Motion Compensation | Beschreibt Bewegung durch Vektoren statt Pixel zu kopieren |
Feedback: Spatial = räumlich (innerhalb eines Frames). Temporal = zeitlich (zwischen Frames). Motion Compensation = Bewegungsvektoren. 90% eines Frames ist oft identisch mit dem vorherigen – deshalb ist Temporal-Kompression so wirksam.
N2 – I-Frame, P-Frame, B-Frame: Was ist was?
Thema: Video – Frame-Typen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Frame-Typ seine Beschreibung zu.
| Frame-Typ | Beschreibung |
|---|---|
| I-Frame (Keyframe) | Vollständiges Bild, unabhängig dekodierbar – keine Referenz auf andere Frames |
| P-Frame | Nur Änderungen gegenüber vorherigen Frames speichern (~30% der Größe eines I-Frames) |
| B-Frame | Änderungen gegenüber vorherigen UND zukünftigen Frames (~15% der Größe eines I-Frames) |
Feedback: I = Intra (innerhalb). P = Predicted (aus Vergangenheit). B = Bi-directional (Vergangenheit + Zukunft). B-Frames sind am kleinsten, aber brauchen mehr Rechenleistung zum Decodieren.
N3 – Was passiert, wenn ein I-Frame beschädigt ist?
Thema: Video – I-Frame Bedeutung Transfer
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erkläre, warum ein I-Frame bei der Videokompression so wichtig ist. Was passiert, wenn ein einzelner I-Frame in einem Videostream beschädigt wird?
Musterlösung: Ein I-Frame ist ein vollständiges, unabhängig dekodierbare Bild. Alle nachfolgenden P- und B-Frames referenzieren auf vorherige Frames – letztlich auf das letzte I-Frame. Wenn ein I-Frame beschädigt wird, können alle abhängigen P- und B-Frames bis zum nächsten intakten I-Frame nicht mehr korrekt rekonstruiert werden → Videofehler sichtbar bis zum nächsten Keyframe. Deshalb werden typischerweise alle 1–2 Sekunden neue I-Frames eingefügt.
N4 – Motion Compensation: Prinzip
Thema: Video – Motion Compensation
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was beschreibt ein Motion Vector bei der Videokompression?
- Die Helligkeit eines einzelnen Pixels.
- Die Verschiebung eines Bildblocks zwischen zwei Frames (z. B. „verschiebe um +20 Pixel nach rechts"). ✅
- Die Kompressionsrate des gesamten Videos.
- Die Anzahl der Farben in einem Frame.
Feedback: Motion Compensation speichert Bewegung als Vektoren statt Pixel zu kopieren. Wenn sich ein 16×16-Block von (100,200) auf (120,200) bewegt, wird nur „+20, 0" gespeichert – deutlich kleiner als den Block zweimal zu speichern.
N5 – Video-Codecs: Zeitstrahl
Thema: Video – Codecs-Übersicht
Punkte: 2
Typ: [ORDER]
Sortiere die Video-Codecs nach Veröffentlichungsjahr (alt → neu):
- H.264 / AVC (2003)
- H.265 / HEVC (2013)
- VP9 (2013)
- AV1 (2018)
Feedback: H.264 revolutionierte Streaming. H.265 und VP9 kamen gleichzeitig – H.265 technisch besser, aber Patent-Chaos. AV1 vereint die Industrie: patent-frei, 30% besser als H.265.
N6 – AV1: Warum die Zukunft?
Thema: Video – AV1 Transfer
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erkläre, warum AV1 als „die Zukunft" der Videokompression gilt. Nenne mindestens zwei konkrete Eigenschaften und erkläre, warum H.265 trotz besserer technischer Kompression nicht die gleiche Dominanz erreicht hat.
Musterlösung: AV1 (2018) ist royalty-free und open source – die Alliance for Open Media vereint Google, Netflix, Amazon, Apple, Mozilla. Es liefert 30% bessere Kompression als H.265 und unterstützt 8K, HDR, hohe Frame-Rates. H.265 scheitert vor allem am Patent-Chaos: Drei konkurrierende Patent-Pools (MPEG-LA, HEVC Advance, Velos Media) erzeugen rechtliche Unsicherheit und unklare Kosten → viele Unternehmen bleiben bei H.264 oder wechseln direkt zu AV1.
BLOCK O – Speichermedien & Schnittstellen
O1 – KB vs. KiB: Was ist der Unterschied?
Thema: Speicher – Einheiten
Punkte: 2
Typ: [MC]
Eine Festplatte wird als „1 TB" vermarktet, aber Windows zeigt nur ~931 GB an. Warum?
- Windows zeigt falsche Werte an – das ist ein Bug.
- Hersteller nutzen dezimale Einheiten (1 TB = 1.000 GB), Windows nutzt binäre Einheiten (1 TiB = 1.024 GiB). Bei TB-Größen entsteht eine ~7% Diskrepanz. ✅
- Die Festplatte verliert beim Formatieren fast 10% ihrer Kapazität.
- Windows reserviert automatisch 10% als Sicherheitspuffer.
Feedback: SI (Dezimal): 1 KB = 1.000 Bytes, 1 MB = 1.000 KB. IEC (Binär): 1 KiB = 1.024 Bytes, 1 MiB = 1.024 KiB. Bei 1 TB: 1.000⁴ vs. 1.024⁴ Bytes → ~7% Unterschied. Windows zeigt binäre Werte an, aber mit SI-Bezeichnung (GB statt GiB) → Verwirrung.
O2 – HDD vs. SSD: Kern-Unterschied
Thema: Speichermedien – HDD vs. SSD
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist der fundamentale technische Unterschied zwischen HDD und SSD?
- HDDs sind elektronisch, SSDs mechanisch.
- HDDs speichern Daten magnetisch auf sich drehenden Plattern (mechanisch). SSDs nutzen Flash-Speicher (elektronisch, keine beweglichen Teile). ✅
- Beide Technologien funktionieren identisch, der Unterschied liegt nur im Gehäuse.
- HDDs nutzen Flash-Speicher, SSDs magnetische Platten.
Feedback: HDD = Hard Disk Drive = mechanisch (Platter, Spindel, Schreib-Lese-Kopf). SSD = Solid State Drive = elektronisch (Flash-Speicher). Diese Unterschied bestimmt alles: Geschwindigkeit, Latenz, Geräusche, Haltbarkeit.
O3 – HDD vs. SSD: Eigenschaften zuordnen
Thema: Speichermedien – Vergleich
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jeder Eigenschaft zu: HDD oder SSD?
| Eigenschaft | Typ |
|---|---|
| Sequentielle Lesgeschwindigkeit ~150 MB/s | HDD |
| Sequentielle Lesgeschwindigkeit ~3.500 MB/s | SSD (NVMe) |
| Latenz ~10 ms | HDD |
| Latenz ~0,02 ms | SSD |
| Günstig pro TB (~15€/TB) | HDD |
| Ideal für Betriebssystem | SSD |
Feedback: Der dramatische Unterschied liegt bei Random Access: SSD ~500× schneller. Deshalb: Betriebssystem auf SSD, Archiv auf HDD. Viele nutzen beides: Kleine SSD für System + große HDD für Daten.
O4 – USB-C: Stecker oder Protokoll?
Thema: Schnittstellen – USB-C
Punkte: 2
Typ: [MC]
Ein USB-C-Kabel kann langsam sein, obwohl es wie ein „modernes" Kabel aussieht. Warum?
- USB-C-Kabel sind immer gleich schnell – die Geschwindigkeit liegt am Gerät.
- USB-C ist nur ein Steckertyp, kein Protokoll. Ein USB-C-Kabel kann USB 2.0 (480 Mbit/s) bis USB4 (40 Gbit/s) sein – am Stecker nicht erkennbar. ✅
- USB-C-Kabel werden nach einem Jahr automatisch langsamer.
- Die Geschwindigkeit hängt nur vom Betriebssystem ab.
Feedback: USB-C = Steckerform. Das Protokoll dahinter kann USB 2.0, 3.2 oder USB4 sein. Ein billiges USB-C-Kabel ist oft nur USB 2.0 mit neuem Stecker. Kabel-Spezifikation prüfen!
O5 – Dateisysteme: Zuordnung
Thema: Dateisysteme – Überblick
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Dateisystem seine ideale Anwendung zu.
| Dateisystem | Ideal für |
|---|---|
| FAT32 | USB-Sticks, SD-Karten (maximale Kompatibilität) |
| NTFS | Windows-Systeme (Journaling, Rechte) |
| APFS | macOS, iOS (Snapshots, CoW) |
| ext4 | Linux-Systeme (Journaling, stabil) |
| exFAT | Große Dateien auf portablen Medien |
Feedback: FAT32 = kleinster gemeinsamer Nenner, aber max. 4 GB pro Datei. exFAT = FAT32 ohne Größenlimits. NTFS/APFS/ext4 = moderne Systeme mit Journaling. Journaling = bei Absturz werden Änderungen nicht verloren.
O6 – FAT32: Warum nicht für große Dateien?
Thema: Dateisysteme – FAT32 Limitation
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie versuchen, eine 5-GB-Videodatei auf einen FAT32-formatierten USB-Stick zu kopieren. Was passiert?
- Die Datei wird automatisch aufgeteilt in kleinere Teile.
- Der Vorgang fehlschlägt – FAT32 unterstützt keine einzelnen Dateien größer als 4 GB. ✅
- Die Datei wird automatisch komprimiert, bis sie unter 4 GB ist.
- FAT32 hat keine Dateigrößenbeschränkung.
Feedback: FAT32-Limit: max. 4 GB pro Datei. Ein 4K-Video oder ISO-Image passt oft nicht. Lösung: USB-Stick mit exFAT oder NTFS formatieren.
O7 – Die 3-2-1-Regel
Thema: Backup – Prinzip
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erkläre die 3-2-1-Regel für Backups. Begründe, warum jede der drei Ziffern wichtig ist.
Musterlösung: 3 Kopien: Original + 2 Backups. Warum? Das Original kann kaputt gehen, das erste Backup auch – das zweite ist der Sicherheitspuffer. 2 verschiedene Medientypen (z. B. SSD + HDD, oder lokal + Cloud). Warum? Gleiche Medien haben gleiche Schwachstellen (z. B. Batch-Fehler bei HDDs derselben Charge). 1 Kopie an einem anderen Ort (Cloud, anderes Gebäude). Warum? Brand oder Wasserschaden zerstört alles vor Ort; Ransomware verschlüsselt alle angeschlossenen Laufwerke gleichzeitig.
O8 – Backup-Arten: Unterschiede
Thema: Backup – Typen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordne jedem Backup-Typ seine Beschreibung zu.
| Backup-Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Full (Vollständig) | Kompletter Datenbestand jedes Mal – einfach, aber langsam und platzhungrig |
| Inkrementell | Nur Änderungen seit dem letzten Backup (egal welcher Art) – schnell, aber Wiederherstellung komplex |
| Differenziell | Änderungen seit dem letzten Voll-Backup – Mittelweg zwischen beiden |
Feedback: Typisches Schema: Sonntag Full, Mo–Sa Inkrementell oder Differenziell. Inkrementell = schnellstes Backup, langsamste Wiederherstellung (Kette aufbauen). Full = langsamstes Backup, schnellste Wiederherstellung.