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Michael Czechowski 5c419c9ed1 gendering: fehlende person-substantive in beiden kursen
- Nutzer/User -> Nutzende
- Endnutzer -> Endnutzende
- Teilnehmer -> Teilnehmende
- Programmierer/Entwickler -> Programmierende/Entwickelnde
- Web-Entwickler -> Web-Entwickelnde
- Tastatur-Nutzer -> Tastatur-Nutzende
- Benutzer -> Nutzende
- Konsumenten -> KonsumentInnen
- Künstler -> KünstlerInnen
- Autor -> AutorIn
- Fotografen -> FotografInnen
- Kunde -> KundIn

ausgenommen: code-identifiers (User, type User, /users/),
Sender/Empfänger (network protocol), Sawyer (konkrete person),
Hersteller/Betreiber (organisations-rolle).
2026-04-27 17:27:19 +02:00

45 KiB
Raw Blame History

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true gaia true Fragenkatalog IT-Grundlagen (223015c)
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Klausurfragen 223015c

IT-Grundlagen · HdM Stuttgart · M. Czechowski

Stand: 01.02.2026


Legende Moodle XML-Typen: [MC] = multichoice (einzelne Auswahl) [MM] = multichoice + <single>false</single> (Mehrfachauswahl) [MATCH] = matching (Zuordnung) [ORDER] = ordering (Reihenfolge) [ESSAY] = essay (Freitext, manuell bewertet) [SHORTANS] = shortanswer (Stichwort/Satz, automatisch geprüft) [NUMERIC] = numerical (Zahlenwert ± Toleranz) [CLOZE] = cloze (Lückentext, gemischt)`


BLOCK A Von-Neumann-Architektur


A1 Komponenten zuordnen

Thema: Von-Neumann Grundstruktur Punkte: 3 Typ: [MATCH]

Ordne jeder Komponente der Von-Neumann-Architektur ihre Funktion zu.

Komponente Funktion
Rechenwerk (ALU) Führt arithmetische und logische Operationen durch
Steuerwerk Holt, dekodiert und steuert die Ausführung von Befehlen
Speicherwerk Enthält sowohl Programme als auch Daten
Ein-/Ausgabe Schnittstelle zu externen Geräten (Tastatur, Bildschirm, Netzwerk)
Bus-System Verbindet alle Komponenten mittels Adress-, Daten- und Steuerbus

Feedback: Die 5 Komponenten: ALU (Rechnen), Steuerwerk (Befehle steuern), Speicherwerk (Programme UND Daten), Ein-/Ausgabe (Peripherie), Bus-System (Verbindung).


A2 Welche Komponente ist das?

Thema: Von-Neumann einzelne Komponente identifizieren Punkte: 1 Typ: [MC]

Ein Programm besteht aus einer Folge von Befehlen. Eine Komponente der Von-Neumann-Architektur ist für das Abrufen, Dekodieren und Ausführen dieser Befehle zuständig. Welche?

  • Rechenwerk (ALU)
  • Steuerwerk
  • Speicherwerk
  • Ein-/Ausgabe

Feedback: Das Steuerwerk (Control Unit) orchestriert den Fetch-Decode-Execute-Zyklus es ist der „Dirigent" der CPU.


A3 Von-Neumann: Was wird ermöglicht?

Thema: Von-Neumann Bedeutung Punkte: 2 Typ: [MM] (Mehrfachauswahl)

Welche der folgenden Aussagen werden durch die Von-Neumann-Architektur ermöglicht? (Mehrere Antworten möglich)

  • Betriebssysteme können verschiedene Programme aus dem Speicher laden.
  • Apps können ohne Hardwareänderung installiert werden.
  • Der Computer kann nur ein einziges Programm gleichzeitig ausführen.
  • Multitasking wird möglich.
  • Die Hardware muss für jedes neue Programm physisch umgebaut werden.
  • Software kann aktualisiert werden, ohne die Hardware zu ändern.

Feedback: Kern der Von-Neumann-Architektur: Programme und Daten teilen denselben Speicher → Programme sind austauschbare Daten. Ohne das: kein Betriebssystem, keine Apps, kein Multitasking, keine Updates.


A4 Von-Neumann: Komponenten erklären

Thema: Von-Neumann Transfer Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie die fünf Komponenten der Von-Neumann-Architektur: Rechenwerk (ALU), Steuerwerk, Speicherwerk, Ein-/Ausgabe und Bus-System. Beschreiben Sie für jede Komponente ihre Hauptfunktion in einem Satz.

Musterlösung: Rechenwerk (ALU): Führt arithmetische (Addition, Subtraktion) und logische (AND, OR, NOT) Operationen durch. Steuerwerk: Holt Befehle aus dem Speicher, dekodiert sie und steuert ihre Ausführung (Fetch-Decode-Execute). Speicherwerk: Speichert sowohl Programme als auch Daten im selben Speicher das Kernprinzip der Von-Neumann-Architektur. Ein-/Ausgabe: Schnittstelle zu externen Geräten wie Tastatur, Bildschirm, Netzwerkkarte. Bus-System: Verbindet alle Komponenten mittels Adress-, Daten- und Steuerbus.


BLOCK B Netzwerk-Grundlagen (TCP/IP)


B1 Protokoll → TCP/IP-Schicht zuordnen

Thema: TCP/IP-Schichtmodell Zuordnung Punkte: 3 Typ: [MATCH]

Ordne jedem Protokoll die richtige TCP/IP-Schicht zu.

Protokoll Schicht
HTTP Anwendung
DNS Anwendung
TCP Transport
UDP Transport
IP Internet
Ethernet Netzzugang
WLAN Netzzugang

Feedback: Anwendung: HTTP, DNS, SMTP, FTP. Transport: TCP, UDP. Internet: IP. Netzzugang: Ethernet, WLAN.


B2 Welche Schicht ist das? (einzeln)

Thema: TCP/IP einzelne Schicht identifizieren Punkte: 1 Typ: [MC]

Das Protokoll IP arbeitet auf welcher TCP/IP-Schicht?

  • Anwendung
  • Transport
  • Internet
  • Netzzugang

Feedback: IP (Internet Protocol) arbeitet auf der Internet-Schicht dort werden Pakete adressiert und geroutet.


B3 Schicht-Funktion beschreiben

Thema: TCP/IP Funktionen der Schichten Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Beschreibe in einem Satz pro Schicht die Hauptfunktion jeder der vier TCP/IP-Schichten (Anwendung, Transport, Internet, Netzzugang).

Musterlösung: Anwendung: Stellt Protokolle für spezifische Dienste bereit (HTTP für Web, SMTP für Mail). Transport: Sorgt für zuverlässige (TCP) oder schnelle (UDP) Übertragung zwischen zwei Endpunkten. Internet: Adressiert und routet Pakete über Netzwerkgrenzen hinweg mittels IP. Netzzugang: Übertragen von Frames auf einem physischen Übertragungsweg (Ethernet, WLAN).


B4 Was ist eine MAC-Adresse?

Thema: MAC-Adresse Konzept Punkte: 1 Typ: [MC]

Was identifiziert eine MAC-Adresse?

  • Den konkreten Dienst (z. B. Webserver) auf einem Computer.
  • Den Computer im globalen Internet über Netzwerkgrenzen hinweg.
  • Die Netzwerkkarte eines Geräts auf einem lokalen Netzwerksegment.
  • Die Routen, die ein Paket durch das Internet nimmt.

Feedback: MAC = Media Access Control. Sie ist eine 48-Bit-Adresse, die einer Netzwerkkarte ab Werk zugewiesen wird lokal, ein Hop.


B5 Was ist eine IP-Adresse?

Thema: IP-Adresse Konzept Punkte: 1 Typ: [MC]

Was identifiziert eine IP-Adresse?

  • Die Netzwerkkarte eines Geräts auf einem lokalen Segment.
  • Ein Gerät (Host) im globalen Internet sie ermöglicht das Routing über Netzwerkgrenzen.
  • Den Dienst, der auf einem bestimmten Port läuft.
  • Die physische Leitung zwischen zwei Computern.

Feedback: IP = Internet Protocol. Die IP-Adresse ist der globale „Hausnummer" eines Geräts routing-tauglich, im Gegensatz zur lokalen MAC-Adresse.


B6 Was ist eine Port-Nummer?

Thema: Port Konzept Punkte: 1 Typ: [MC]

Wozu dient eine Port-Nummer auf dem Zielrechner?

  • Sie bestimmt die Geschwindigkeit der Verbindung.
  • Sie identifiziert das Gerät im Netzwerk.
  • Sie adressiert den konkreten Dienst bzw. die Anwendung auf dem Computer (z. B. Webserver auf 80, HTTPS auf 443).
  • Sie zeigt an, ob das Gerät per WLAN oder Kabel verbunden ist.

Feedback: IP = „Welches Gebäude?", Port = „Welche Tür im Gebäude?" (welcher Dienst soll die Anfrage empfangen).


B7 IP, MAC, Port: Zuordnung

Thema: Adressierung Unterschiede auf einen Blick Punkte: 2 Typ: [MATCH]

Ordne jeder Adresse ihre Beschreibung zu.

Adresse Beschreibung
IP-Adresse Globale Adresse eines Geräts ermöglicht Routing über Netzwerkgrenzen
MAC-Adresse Lokale Adresse einer Netzwerkkarte nur innerhalb eines Segments gültig
Port-Nummer Adressiert einen bestimmten Dienst auf einem Computer

Feedback: Drei Ebenen der Adressierung: Gerät global (IP), Gerät lokal (MAC), Dienst auf dem Gerät (Port).


B7a IP, MAC, Port: Drei Ebenen erklären

Thema: Adressierung Transfer Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie die drei Adressierungsebenen IP-Adresse, MAC-Adresse und Port-Nummer. Beschreiben Sie für jede: (1) was sie identifiziert, (2) auf welcher Ebene sie gilt (lokal/global), (3) eine Analogie aus dem Alltag.

Musterlösung: IP-Adresse: Identifiziert ein Gerät im Internet. Global gültig, ermöglicht Routing über Netzwerkgrenzen. Analogie: „Postanschrift eines Hauses". MAC-Adresse: Identifiziert eine Netzwerkkarte. Nur lokal gültig (ein Hop). Analogie: „Seriennummer des Briefkastens". Port-Nummer: Identifiziert einen Dienst auf dem Gerät. Analogie: „Türnummer in einem Mehrfamilienhaus" IP sagt welches Haus, Port sagt welche Wohnung.


B8 MAC ändert sich, IP nicht: Warum?

Thema: IP vs. MAC beim Routing Transfer Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Ein Paket reist von Ihrem Laptop zu einem Webserver über mehrere Router. Erkläre in 23 Sätzen, warum die MAC-Adresse an jedem Router neu gesetzt wird, während die IP-Adresse des Ziel-Servers konstant bleibt.

Musterlösung: Die IP-Adresse des Ziel-Servers bleibt konstant, weil sie das globale Routingziel identifiziert jeder Router nutzt sie, um das nächste Hop zu bestimmen. Die MAC-Adresse hingegen gilt nur für ein einzelnes Netzwerksegment (einen „Hop"). An jedem Router wird ein neuer Frame erstellt mit der MAC des nächsten Hops als Ziel die alte MAC wird verworfen.


B9 Encapsulation: Dateneinheit → Schicht

Thema: Encapsulation Zuordnung Punkte: 3 Typ: [MATCH]

Bei der Übertragung wird eine Nachricht von Schicht zu Schicht verpackt. Ordne jeder Dateneinheit die zugehörige Schicht und was hinzugefügt wird.

Dateneinheit Schicht + Was wird ergänzt
Daten Anwendungsschicht die eigentliche Nachricht (z. B. HTML-Seite)
Segment Transportschicht Daten + Ports und Sequenznummern
Paket Internetschicht Segment + IP-Adressen (Quelle und Ziel)
Frame Netzzugangsschicht Paket + MAC-Adressen und Prüfsumme

Feedback: D-S-P-F: Daten → Segment → Paket → Frame. Jede Schicht fügt einen Header (und beim Frame auch einen Trailer) hinzu.


B10 Encapsulation: Reihenfolge sortieren

Thema: Encapsulation Reihenfolge Punkte: 2 Typ: [ORDER]

Sortiere die Dateneinheiten in der Reihenfolge, wie sie beim Senden entstehen (von innen nach außen):

  1. Daten
  2. Segment
  3. Paket
  4. Frame

Feedback: Zwiebelprinzip: Die Anwendung erzeugt Daten → Transport verpackt zu einem Segment → Internet zu einem Paket → Netzzugang zum Frame.


B11 Decapsulation: Umgekehrte Reihenfolge

Thema: Decapsulation Empfänger-Seite Punkte: 2 Typ: [MC]

Wenn der Server das Signal empfängt, passiert Decapsulation. In welcher Reihenfolge werden die Header entfernt?

  • Anwendung → Transport → Internet → Netzzugang
  • Alle Header werden gleichzeitig entfernt, sobald die Daten im RAM liegen.
  • Netzzugang (Ethernet-Header weg) → Internet (IP-Header weg) → Transport (TCP-Header weg) → Daten.
  • Internet → Netzzugang → Transport → Anwendung

Feedback: Das Auspacken erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie das Einpacken der äußerste Header (Frame) wird zuerst entfernt.


B12 Encapsulation: Lückentext

Thema: Encapsulation Terminologie Punkte: 2 Typ: [CLOZE]

Bei der Übertragung wird eine Nachricht von Schicht zu Schicht verpackt. Die Transportschicht erzeugt ein 1:Segment, die Internetschicht ein 2:Paket, und die Netzzugangsschicht einen 3:Frame. Am Empfänger wird dieses in 4:umgekehrter Reihenfolge wieder abgepackt (Decapsulation).

Feedback: D-S-P-F vorwärts beim Senden, F-P-S-D beim Empfangen. Jeder Name beschreibt die Dateneinheit mit allen bis zu dieser Schicht hinzugefügten Headern.


B13 TCP vs. UDP: Videostreaming

Thema: TCP vs. UDP Echtzeit-Szenario Punkte: 2 Typ: [MC]

Ein Videostreaming-Dienst sendet Daten an Ihren Browser. Ein einzelnes Paket geht verloren. Warum wählt der Dienst UDP statt TCP?

  • UDP sendet jedes Paket doppelt, daher geht statistisch nie etwas verloren.
  • Bei Echtzeit ist Verzögerung schlimmer als Verlust. TCP würde das Paket erneut anfordern → Video friert ein. UDP ignoriert es → kurzer Glitch, Video läuft weiter.
  • TCP kann bei Videostreaming nicht verwendet werden, da es zu langsam für Multimedia ist.
  • UDP ist immer schneller als TCP deshalb nutzt jeder Streaming-Dienst UDP.

Feedback: Der Kern: Bei Echtzeit zählt Latenz, nicht Vollständigkeit. Ein fehlendes Frame ist besser als ein eingefrorenes Video.


B13a TCP vs. UDP: Eigenschaften vergleichen

Thema: TCP vs. UDP Vergleich Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Vergleichen Sie TCP und UDP. Beschreiben Sie für jedes Protokoll: (1) ob es verbindungsorientiert ist, (2) ob es Zuverlässigkeit garantiert, (3) einen konkreten Anwendungsfall mit Begründung.

Musterlösung: TCP: Verbindungsorientiert (3-Way-Handshake). Garantiert Zuverlässigkeit: Sequenznummern, Bestätigungen (ACK), erneutes Senden bei Verlust. Anwendung: Dateiübertragung, E-Mail jedes Byte muss ankommen. UDP: Verbindungslos („fire and forget"). Keine Garantie für Lieferung oder Reihenfolge. Anwendung: Videostreaming, Online-Gaming Latenz wichtiger als Vollständigkeit, ein verlorenes Paket wird ignoriert statt nachgefordert.


B14 TCP vs. UDP: Unterschiede beschreiben

Thema: TCP vs. UDP Konzept-Vergleich Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Nenne zwei wesentliche Unterschiede zwischen TCP und UDP und gib für jeden einen konkreten Anwendungsfall an, in dem genau dieses Eigenschaftspaar ausschlaggebend ist.

Musterlösung: (1) TCP ist verbindungsorientiert und zuverlässig (Handshake, Sequenznummern, ACK) → ideal für Dateiübertragung, wo jedes Byte zählt. (2) UDP ist verbindungslos und schneller, aber ohne Garantie für Lieferung oder Reihenfolge → ideal für Echtzeit-Anwendungen wie Videostreaming oder Online-Gaming, wo Latenz wichtiger als Vollständigkeit ist.


B15 TCP vs. UDP: Richtig oder Falsch?

Thema: TCP vs. UDP Aussagen prüfen Punkte: 1 Typ: [MC]

„UDP garantiert, dass alle Pakete in der richtigen Reihenfolge ankommen."

Diese Aussage ist …

  • …korrekt UDP nutzt Sequenznummern wie TCP.
  • …falsch UDP bietet keine Garantie für Reihenfolge noch für Lieferung.
  • …korrekt UDP ist sogar zuverlässiger als TCP.
  • …falsch UDP existiert gar nicht mehr in modernen Netzwerken.

Feedback: UDP = „fire and forget". Keine Verbindung, keine Sequenznummern, keine Bestätigung. Genau deshalb ist es schneller.


B16 TCP 3-Way-Handshake: SYN geht verloren

Thema: TCP-Verbindungsaufbau Störfall Punkte: 2 Typ: [MC]

Der Client sendet ein SYN zum Server. Das SYN-Paket geht verloren es erreicht den Server nie. Was passiert als nächstes?

  • Der Server sendet trotzdem ein SYN-ACK, da die IP-Adresse bekannt ist.
  • Der Server kennt die Anfrage nicht → sendet kein SYN-ACK → der Client erhält keine Antwort → keine Verbindung. Der Client sendet das SYN nach einem Timeout erneut.
  • Der Client sendet direkt ein ACK als Fallback Verbindung mit zwei Paketen.
  • Das verloren gegangene SYN wird vom Netzwerk automatisch rekonstruiert.

Feedback: Ohne SYN beim Server: kein SYN-ACK, kein Handshake, keine Verbindung. TCP retransmittiert nach Timeout.


B17 TCP 3-Way-Handshake: Ablauf beschreiben

Thema: TCP-Verbindungsaufbau Konzept Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Beschreibe die drei Schritte des TCP 3-Way-Handshakes. Erkläre, warum alle drei Schritte nötig sind, bevor Daten gesendet werden.

Musterlösung: (1) Client → Server: SYN („Ich will eine Verbindung aufbauen"). (2) Server → Client: SYN-ACK (「Ich bestätige das und will auch eine Verbindung"). (3) Client → Server: ACK ("Bestätigt"). Alle drei Schritte sind nötig, damit beide Seiten wissen, dass die andere die Verbindung akzeptiert hat erst dann kann zuverlässiger Datenaustausch beginnen.


B18 TCP Sequenznummern: Wozu?

Thema: TCP Sequenznummern Punkte: 1 Typ: [MC]

Welches Problem lösen Sequenznummern im TCP-Header konkret?

  • Sie verhindern, dass Hacker die Verbindung abhören können.
  • Pakete können in falscher Reihenfolge ankommen. Sequenznummern erlauben das korrekte Sortieren beim Empfänger.
  • Sie zählen, wie viele Benutzende gleichzeitig auf dem Server sind.
  • Sie bestimmen die maximale Größe einer Datei.

Feedback: IP-Pakete können unterschiedliche Routen nehmen → Part 3 kommt vor Part 1. TCP sortiert sie anhand der Sequenznummern wieder.


BLOCK C HTTP


C1 HTTP-Methoden: Zuordnung

Thema: HTTP-Methoden Was macht was Punkte: 2 Typ: [MATCH]

Ordne jeder HTTP-Methode ihre Hauptfunktion zu.

Methode Hauptfunktion
GET Ruft eine Ressource ab (nur lesen)
POST Erstellt eine neue Ressource auf dem Server
PUT Ersetzt eine existierende Ressource vollständig
DELETE Löscht eine Ressource auf dem Server

Feedback: CRUD-Mapping: GET=Read, POST=Create, PUT=Update, DELETE=Delete.


C2 POST vs. PUT: Unterschied

Thema: HTTP-Methoden POST vs. PUT Punkte: 1 Typ: [MC]

Eine Person erstellt einen neuen Blog-Eintrag auf einer Webseite. Welche HTTP-Methode wird verwendet?

  • POST eine neue Ressource wird erstellt.
  • PUT PUT wird immer verwendet, wenn Daten gesendet werden.
  • GET GET kann auch Daten senden mit URL-Parametern.
  • DELETE DELETE erstellt und löscht gleichzeitig.

Feedback: POST = „Erstelle etwas Neues". PUT = „Ersetze etwas Bestehendes". Neuer Blog-Eintrag → POST.


C3 PUT: Profilbild ersetzen

Thema: HTTP-Methoden PUT im Szenario Punkte: 1 Typ: [MC]

Eine Person aktualisiert ihr Profilbild das alte Bild wird durch ein neues ersetzt. Welche HTTP-Methode?

  • GET GET kann auch Daten senden.
  • PUT ersetzt eine existierende Ressource.
  • POST POST ist immer für das Ersetzen zuständig.
  • DELETE DELETE sendet das neue Foto und löscht das alte.

Feedback: „Ersetzen einer existierenden Ressource" = PUT. POST wäre, wenn ein völlig neues Bild erstellt würde, ohne dass ein vorhandenes überschrieben wird.


C4 DELETE: Wann nutzen?

Thema: HTTP-Methoden DELETE im Szenario Punkte: 1 Typ: [MC]

Eine Person löscht einen von ihr erstellten Kommentar auf einer Webseite. Welche HTTP-Methode wird der Browser im Hintergrund verwenden?

  • GET GET kann auch Löschvorgänge auslösen.
  • POST POST ist die Standardmethode für alle Änderungen.
  • PUT PUT löscht und ersetzt gleichzeitig.
  • DELETE der Kommentar wird vom Server entfernt.

Feedback: DELETE = „Entferne diese Ressource vom Server." Konkret: der Kommentar wird anhand seiner URL/ID identifiziert und gelöscht.


C5 GET: Warum nicht für Passwörter?

Thema: HTTP-Methoden GET Sicherheit Punkte: 2 Typ: [MC]

Warum sollte man niemals GET verwenden, um sensible Daten (z. B. ein Passwort) an den Server zu senden?

  • GET ist langsamer als POST Passwörter müssen schnell übertragen werden.
  • Bei GET stehen die Daten sichtbar in der URL (Browser-Verlauf, Server-Logs, Proxy-Server). Bei POST sind sie im Body versteckt.
  • GET erlaubt nur Zahlen, keine Buchstaben.
  • GET wird vom Server nie verschlüsselt, POST immer.

Feedback: GET-Parameter hängen an der URL (?pw=123). Diese ist in History, Logs, Proxies sichtbar. HTTPS verschlüsselt zwar beides auf der Leitung, aber die URL selbst wird an zu vielen Stellen gespeichert.


C6 Status-Codes: Kategorisierung

Thema: HTTP Status-Codes Bedeutung der ersten Ziffer Punkte: 2 Typ: [MATCH]

Ordne jeder ersten Ziffer eines HTTP-Status-Codes ihre Bedeutung zu.

Erste Ziffer Bedeutung
2xx Erfolg die Anfrage wurde erfolgreich verarbeitet
3xx Weiterleitung die Ressource wurde verschoben
4xx Client-Fehler die Anfrage der Anfragenden war fehlerhaft
5xx Server-Fehler der Server hat ein Problem

Feedback: Die erste Ziffer = Kategorie. 200 OK, 301 Moved, 404 Not Found, 503 Service Unavailable die Kategorie sagt Ihnen sofort, wo das Problem liegt.


C7 503: Server-Fehler erkläre

Thema: HTTP Status-Codes 5xx Transfer Punkte: 1 Typ: [MC]

Sie rufen eine Webseite auf und erhalten HTTP/2 503 Service Unavailable. Was bedeutet das?

  • Sie haben die falsche URL eingegeben.
  • Der Server hat die Anfrage erfolgreich umgeleitet.
  • Der Server ist überlastet oder temporär nicht verfügbar Verantwortung liegt beim Betreiber.
  • Der Server hat die Seite dauerhaft verschoben.

Feedback: 5xx = Server-Problem. Sie als Client können nur später erneut versuchen. Der Betreiber muss das lösen.


C8 404: Wer hat „Schuld"?

Thema: HTTP Status-Codes 4xx Transfer Punkte: 1 Typ: [MC]

Sie erhalten einen 404-Fehler. Wer ist für die Ursache verantwortlich?

  • Der Server ist abgestürzt.
  • Das Internet ist ausgefallen.
  • Der Client (Anfragende) eine URL wurde angefordert, die nicht existiert (Tippfehler oder veralteter Link).
  • Der DNS-Server konnte den Namen nicht auflösen.

Feedback: 4xx = Client-Fehler. Der Server funktioniert perfekt, er sagt nur: „Das, was Sie anfragen, habe ich nicht."


C9 Status-Codes: Szenarios zuordnen

Thema: HTTP Status-Codes Transfer Zuordnung Punkte: 2 Typ: [MATCH]

Ordne jedem Szenario den passenden HTTP-Status-Code zu.

Szenario Status-Code
Sie rufen eine Seite auf, die seit letztem Jahr auf eine neue URL umgeleitet wurde 301 Moved Permanently
Eine Webseite lädt erfolgreich 200 OK
Sie geben eine URL ein, die nicht existiert 404 Not Found
Der Webserver ist überlastet 503 Service Unavailable

Feedback: 200 = Alles gut. 301 = dauerhaft verschoben. 404 = nicht gefunden (Ihr Fehler). 503 = Server-Problem (Betreiber).


C9a Status-Codes: 2xx, 4xx, 5xx vergleichen

Thema: HTTP Status-Codes Kategorien erklären Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie die drei HTTP-Status-Code-Kategorien 2xx, 4xx und 5xx. Beschreiben Sie für jede: (1) was sie bedeutet, (2) wer „schuld" ist (Client oder Server), (3) ein konkretes Beispiel mit Szenario.

Musterlösung: 2xx (Erfolg): Die Anfrage wurde erfolgreich verarbeitet. Niemand ist „schuld" alles funktioniert. Beispiel: 200 OK die Webseite wurde korrekt geladen. 4xx (Client-Fehler): Die Anfrage war fehlerhaft. Der Client ist verantwortlich. Beispiel: 404 Not Found Nutzende haben eine URL eingetippt, die nicht existiert. 5xx (Server-Fehler): Der Server hat ein Problem. Der Betreiber ist verantwortlich. Beispiel: 503 Service Unavailable der Server ist überlastet oder in Wartung.


C9b HTTP-Methoden vergleichen: GET, POST, PUT, DELETE

Thema: HTTP-Methoden Vergleich Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie die vier HTTP-Methoden GET, POST, PUT und DELETE. Beschreiben Sie für jede: (1) die Hauptfunktion, (2) ob Daten im Request-Body gesendet werden, (3) ein konkretes Beispiel.

Musterlösung: GET: Ruft eine Ressource ab (nur lesen). Keine Daten im Body (Parameter in URL). Beispiel: Webseite aufrufen. POST: Erstellt eine neue Ressource. Daten im Body. Beispiel: Neuen Blog-Eintrag erstellen. PUT: Ersetzt eine existierende Ressource vollständig. Daten im Body. Beispiel: Profilbild durch ein neues ersetzen. DELETE: Löscht eine Ressource. Meist keine Daten im Body. Beispiel: Kommentar löschen.


C10 Status-Codes: Freitext

Thema: HTTP Status-Codes Konzept zusammenfassen Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Erkläre, warum HTTP-Status-Codes aus einer dreistelligen Zahl bestehen und was die erste Ziffer konkret bedeutet. Nenne je einen Beispiel-Code für 2xx, 4xx und 5xx.

Musterlösung: Die erste Ziffer kategorisiert die Antwort: 2xx = Erfolg, 3xx = Weiterleitung, 4xx = Client-Fehler, 5xx = Server-Fehler. Die restlichen zwei Ziffern spezifizieren den genauen Fall. Beispiele: 200 OK (Erfolg), 404 Not Found (Client-Fehler), 500 Internal Server Error (Server-Fehler). Diese Struktur ermöglicht es, allein aus dem Code zu verstehen, ob und wo ein Problem liegt ohne die Antwort ganz lesen zu müssen.


BLOCK D DNS


D1 DNS: Was macht es?

Thema: DNS Grundfunktion Punkte: 1 Typ: [MC]

Was ist die Hauptfunktion eines DNS-Servers?

  • Er verschlüsselt die Verbindung zwischen Client und Server.
  • Er übersetzt einen Domain-Namen (z. B. hdm-stuttgart.de) in eine IP-Adresse.
  • Er routet Pakete durch das Internet.
  • Er weist jedem Computer eine MAC-Adresse zu.

Feedback: DNS = Domain Name System = „Telefonbuch des Internets". Name → IP. Ohne DNS müsste man überall IP-Adressen eintippen.


D2 DNS: Zeitlicher Ablauf

Thema: DNS Rolle im Gesamtablauf Punkte: 1 Typ: [MC]

Sie geben https://hdm-stuttgart.de in die Adresszeile ein. Was passiert vor dem TCP-Handshake?

  • Der Browser sendet direkt den Namen an den Server DNS wird erst danach benötigt.
  • DNS-Auflösung: Der Name wird in eine IP-Adresse umgewandelt. TCP kann nur zu IP-Adressen Verbindungen aufbauen.
  • DNS passiert nach dem TCP-Handshake.
  • DNS ist nur für HTTPS nötig bei HTTP kann der Name direkt verwendet werden.

Feedback: DNS vor TCP. Kein Name-to-IP? Kein Handshake möglich. TCP arbeitet auf IP-Adressen, nicht auf Domain-Namen.


D1-alt DNS: Was macht es?

Thema: DNS Grundfunktion Punkte: 1 Typ: [MC]

Was ist die Hauptfunktion eines DNS-Servers?

  • Er verschlüsselt die Verbindung zwischen Client und Server.
  • Er übersetzt einen Domain-Namen (z. B. hdm-stuttgart.de) in eine IP-Adresse.
  • Er routet Pakete durch das Internet.
  • Er weist jedem Computer eine MAC-Adresse zu.

Feedback: DNS = Domain Name System = „Telefonbuch des Internets". Name → IP. Ohne DNS müsste man überall IP-Adressen eintippen.


D2 DNS: Zeitlicher Ablauf

Thema: DNS Rolle im Gesamtablauf Punkte: 2 Typ: [MC]

Sie geben https://hdm-stuttgart.de in die Adresszeile ein. Was passiert vor dem TCP-Handshake?

  • Der Browser sendet direkt den Namen an den Server DNS wird erst danach benötigt.
  • DNS-Auflösung: Der Name wird in eine IP-Adresse umgewandelt. TCP kann nur zu IP-Adressen Verbindungen aufbauen.
  • DNS passiert nach dem TCP-Handshake.
  • DNS ist nur für HTTPS nötig bei HTTP kann der Name direkt verwendet werden.

Feedback: DNS vor TCP. Kein Name-to-IP? Kein Handshake möglich. TCP arbeitet auf IP-Adressen, nicht auf Domain-Namen.


D3 DNS: Warum zwingend nötig?

Thema: DNS Transfer/Begründung Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Erkläre in 23 Sätzen, warum der DNS-Schritt zwingend vor dem TCP-Handshake stehen muss. Was würde passieren, wenn der Browser den Domain-Namen direkt an den Netzwerk-Stack übergeben würde?

Musterlösung: TCP arbeitet nur mit IP-Adressen ein Domain-Name wie hdm-stuttgart.de ist für TCP-/IP-Stack sinnlos. Ohne vorherige DNS-Auflösung würde der Browser nicht wissen, an welche IP er das SYN senden soll. Der DNS-Schritt konvertiert den human-readable-Namen in eine maschinenlesbare IP, erst danach kann der Verbindungsaufbau beginnen.


D4 DNS: Lückentext

Thema: DNS Terminologie Punkte: 1 Typ: [CLOZE]

Der DNS-Server übersetzt einen 1:Domain-Namen in eine 2:IP-Adresse. Dieser Schritt fällt 3:vor dem TCP-Handshake statt, weil TCP nur zu 4:IP-Adressen Verbindungen aufbauen kann.

Feedback: Die vier Lücken beschreiben den DNS-Ablauf vollständig: Was wird übersetzt, in was, wann, und warum.


D5 Encapsulation: Daten → Segment → Paket → Frame

Thema: Encapsulation Transfer Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie den Encapsulation-Prozess beim Senden einer Nachricht. Beschreiben Sie die vier Dateneinheiten Daten, Segment, Paket und Frame. Was wird bei jedem Schritt hinzugefügt und von welcher Schicht?

Musterlösung: Daten: Die eigentliche Nachricht (z.B. HTML) von der Anwendungsschicht. Segment: Transportschicht fügt TCP-Header hinzu (Ports, Sequenznummern). Paket: Internetschicht fügt IP-Header hinzu (Quell- und Ziel-IP-Adresse). Frame: Netzzugangsschicht fügt Ethernet-Header (MAC-Adressen) und Trailer (Prüfsumme) hinzu. Beim Empfänger wird in umgekehrter Reihenfolge ausgepackt (Decapsulation).


BLOCK E Der Gesamtablauf (Zusammen)


E1 Reihenfolge eines HTTPS-Aufrufs

Thema: Gesamtablauf Sortierung Punkte: 2 Typ: [ORDER]

Sortiere die Schritte eines HTTPS-Aufrufs in der richtigen Reihenfolge:

  1. DNS-Auflösung (Name → IP)
  2. TCP 3-Way-Handshake (Verbindung aufbauen)
  3. TLS-Handshake (Verschlüsselung vereinbaren)
  4. HTTP GET (Anfrage senden)
  5. HTTP 200 OK + HTML (Antwort empfangen)

Feedback: DNS → TCP → TLS → HTTP Request → HTTP Response. Jeder Schritt ist eine Voraussetzung für den nächsten.


E2 Reihenfolge: Welche Folge ist korrekt?

Thema: Gesamtablauf Multiple Choice Punkte: 1 Typ: [MC]

Sie geben eine URL ein. Welche Reihenfolge ist korrekt?

  • (1) TCP-Handshake → (2) DNS → (3) HTTP GET → (4) HTTP 200 OK
  • (1) DNS → (2) TCP-Handshake → (3) HTTP GET → (4) HTTP 200 OK
  • (1) HTTP GET → (2) DNS → (3) TCP-Handshake → (4) HTTP 200 OK
  • (1) DNS → (2) HTTP GET → (3) TCP-Handshake → (4) HTTP 200 OK

Feedback: DNS immer zuerst. Dann TCP (Verbindung). Dann HTTP (Anfrage/Antwort).


E3 Gesamtablauf: DNS, TCP, HTTP erklären

Thema: Gesamtablauf Schritte erklären Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie die drei Hauptphasen beim Aufruf einer Webseite: DNS-Auflösung, TCP-Verbindungsaufbau und HTTP-Request/Response. Beschreiben Sie für jede Phase: (1) was passiert, (2) warum sie vor der nächsten kommen muss.

Musterlösung: DNS-Auflösung: Der Domain-Name wird in eine IP-Adresse übersetzt. Muss zuerst kommen, weil TCP nur mit IP-Adressen arbeiten kann. TCP-Verbindungsaufbau: Der 3-Way-Handshake (SYN → SYN-ACK → ACK) baut eine zuverlässige Verbindung auf. Muss vor HTTP kommen, weil HTTP auf TCP aufsetzt und eine bestehende Verbindung braucht. HTTP-Request/Response: Der Browser sendet GET, der Server antwortet mit 200 OK + HTML. Kann erst nach TCP-Verbindung stattfinden.


BLOCK F HTML-Grundlagen


F1 <head> vs. <body>: Was passiert bei Fehler?

Thema: HTML-Struktur head/body Punkte: 2 Typ: [MC]

Eine studierende Person platziert den <title> und <meta name="description"> im <body> statt im <head>. Welche zwei Konsequenzen hat das?

  • Kein Problem Browser ignorieren die Unterscheidung.
  • (1) Der Browser-Tab zeigt keinen Titel an. (2) Suchmaschinen haben keine Beschreibung für das Snippet → schlechte SEO, Screen-Reader können die Seite nicht richtig vorlesen.
  • (1) Der Titel wird im Seiteninhalt sichtbar angezeigt. (2) Die description wird als Text auf der Seite eingeblendet.
  • Nur das Fehlen von <meta charset> ist ein Problem.

Feedback: <head> = Metadaten (unsichtbar für die Benutzenden, sichtbar für Browser/Maschinen). <body> = sichtbarer Inhalt. Title und description im Body werden nicht als Metadaten interpretiert.


F2 <head>: Was gehört wohin?

Thema: HTML-Struktur Zuordnung Punkte: 2 Typ: [MATCH]

Ordne jedem Element zu, ob es in <head> oder <body> gehört.

Element Wohin?
<title> <head>
<meta charset="UTF-8"> <head>
<meta name="description"> <head>
<h1>Willkommen</h1> <body>
<p>Text hier</p> <body>
<link rel="stylesheet"> <head>

Feedback: <head> = alles, was die Benutzenden nicht direkt sehen (Metadaten, Styles, Titel). <body> = alles, was im Browser-Fenster angezeigt wird.


F3 Charset: Was passiert ohne <meta charset>?

Thema: HTML Zeichenkodierung Punkte: 1 Typ: [MC]

Was ist die konkrete Konsequenz, wenn <meta charset="UTF-8"> fehlt oder falsch gesetzt ist?

  • Die Webseite lädt gar nicht.
  • Sonderzeichen (Umlaute, Emojis) werden als kryptische Symbole dargestellt, weil der Browser die falsche Zeichenkodierung rät.
  • Die Seite wird langsamer, da der Browser alle Sprachen durchprobieren muss.
  • Das CSS wird nicht geladen.

Feedback: Ohne charset nutzt der Browser oft einen Standard wie Latin-1. Bei UTF-8-gespeicherten Dateien → Umlaute und Emojis werden falsch dargestellt (Mojibake).


BLOCK G CSS


G1 Spezifität: ID vs. Klasse vs. Element

Thema: CSS Spezifität Grundregel Punkte: 2 Typ: [MC]

Gegeben:

p           { color: blue; }
.highlight  { color: green; }
#main       { color: red; }

Ein Element <p class="highlight" id="main"> wird angezeigt. Welche Farbe?

  • Blau die Element-Regel steht zuerst im Code.
  • Grün Klassen haben immer Vorrang vor IDs.
  • Rot die ID #main hat die höchste Spezifität (0,1,0,0).
  • Rot die letzte Regel im Code gewinnt immer.

Feedback: Spezifität: ID (0,1,0,0) > Klasse (0,0,1,0) > Element (0,0,0,1). Reihenfolge im Code ist nur relevant bei gleicher Spezifität.


G2 Responsive Design: Mobile First Welche Farbe?

Thema: CSS Media Queries Mobile First Punkte: 2 Typ: [MC]

.container { background: white; }
@media (min-width: 768px) { .container { background: blue; } }
@media (min-width: 1024px) { .container { background: green; } }

Welche Farbe bei 900 px Breite?

  • Weiß Media-Queries gelten nur ab 1024 px.
  • Grün die letzte Media-Query überschreibt immer.
  • Blau bei 900 px greift min-width: 768px (900 ≥ 768), aber min-width: 1024px nicht (900 < 1024).
  • Weiß keine Media-Query greift zwischen den Breakpoints.

Feedback: Mobile First: Basis = white. Bei 900px: 768px-Query greift ✓, 1024px-Query greift ✗ → blau.


G3 Desktop First: max-width erkläre

Thema: CSS Media Queries Desktop First Punkte: 1 Typ: [MC]

Wie würde eine Media Query für „Desktop First" aussehen (Standard ist Desktop, Anpassung für kleine Screens)?

  • @media (device-width: small) { ... }
  • @media (min-width: ...) bleibt gleich, nur die Reihenfolge ändert sich.
  • @media (max-width: ...) Stile für Bildschirme, die kleiner als eine bestimmte Breite sind.
  • @media (mobile: true) { ... }

Feedback: Desktop First: Basis-CSS für große Schirme. max-width = „Wenn der Bildschirm schmäler ist als X, dann…" Ausnahmen für Tablets/Handys.


G4 Mobile First vs. Desktop First: Vergleich

Thema: CSS Media Queries Konzept-Vergleich Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Erkläre den Unterschied zwischen „Mobile First" und „Desktop First" beim Responsive Design. Welche Media-Query-Eigenschaft nutzt jeder Ansatz, und warum?

Musterlösung: Mobile First: Das Basis-CSS ist für kleine Bildschirme (Handy). Mit min-width werden schrittweise Anpassungen für größere Bildschirme hinzugefügt („ab dieser Breite"). Desktop First: Das Basis-CSS ist für große Bildschirme. Mit max-width werden Ausnahmen für kleinere Geräte definiert (「bis zu dieser Breite"). Mobile First wird bevorzugt, weil die Mehrheit der Benutzenden mobil zugrifft und forced-mobile-first die Grundlage für progressive Enhancement bietet.


BLOCK H Barrierefreiheit


H1 Wie nutzen Menschen das Web?

Thema: Barrierefreiheit Eingabegeräte Punkte: 2 Typ: [MATCH]

Ordne jedem Eingabegerät seine Nutzungsweise zu.

Eingabe Nutzungsweise
Maus Klicken, Scrollen
Tastatur Tab-Navigation, Enter, Pfeiltasten
Screenreader Vorlesen von Inhalten
Sprachsteuerung „Klicke auf Anmelden"
Augensteuerung Eye-Tracking
Switch-Geräte Ein-/Aus-Schalter

Feedback: Nicht alle nutzen Maus + Bildschirm. ~15% der Weltbevölkerung haben eine Behinderung (WHO). Assistive Technologien wie Screenreader (NVDA, VoiceOver, JAWS) oder Switch-Geräte ermöglichen Web-Zugang für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen.


H2 Einschränkungen: Temporär vs. situativ

Thema: Barrierefreiheit Einschränkungstypen Punkte: 2 Typ: [MC]

Eine Person kann aktuell nur mit einer Hand ihr Handy bedienen, weil sie das Baby auf dem Arm trägt. Wie klassifiziert man diese Einschränkung?

  • Permanent das ist eine bleibende körperliche Behinderung.
  • Temporär die Person ist verletzt und braucht Zeit zum Heilen.
  • Situativ die Einschränkung entsteht durch die aktuelle Umgebung/Situation, nicht durch eine Behinderung.
  • Diese Art von Einschränkung existiert nicht Barrierefreiheit betrifft nur Menschen mit Behinderung.

Feedback: Drei Typen: Permanent (z. B. Blindheit), Temporär (z. B. gebrochener Arm, Augen-OP), Situativ (z. B. helle Sonne, laute Umgebung, Baby auf dem Arm). Barrierefreie Gestaltung hilft bei allen drei.


H2a Einschränkungen: Permanent, Temporär, Situativ

Thema: Barrierefreiheit Einschränkungstypen erklären Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Erklären Sie die drei Typen von Einschränkungen: permanent, temporär und situativ. Nennen Sie für jeden Typ: (1) eine Definition, (2) ein konkretes Beispiel, (3) wie barrierefreie Gestaltung in diesem Fall hilft.

Musterlösung: Permanent: Dauerhafte körperliche/kognitive Behinderung. Beispiel: Blindheit. Hilfe: Screenreader kann Alt-Texte vorlesen. Temporär: Zeitlich begrenzte Einschränkung durch Verletzung/Krankheit. Beispiel: Gebrochener Arm. Hilfe: Tastaturnavigation ermöglicht Bedienung ohne Maus. Situativ: Einschränkung durch aktuelle Umgebung/Situation. Beispiel: Helle Sonne auf dem Bildschirm. Hilfe: Hoher Kontrast macht Text trotzdem lesbar.


H3 Curb-Cut-Effekt: Beispiel identifizieren

Thema: Barrierefreiheit Curb-Cut-Effekt Punkte: 1 Typ: [MC]

Welches Beispiel demonstriert den Curb-Cut-Effekt?

  • Barrierefreie Webseiten laden langsamer.
  • Untertitel: gedacht für Gehörlose, helfen aber auch in lauter Umgebung oder beim Sprachlernen.
  • Der Curb-Cut-Effekt bedeutet, dass barrierefreie Seiten nur für Menschen mit Behinderung nützlich sind.
  • Alt-Texte verlängern die Ladezeit einer Webseite.

Feedback: Curb-Cut-Effekt = eine barrierefreie Lösung nutzt am Ende allen. Untertitel für Gehörlose → helfen auch in lauter Umgebung. Kontrastreiche Farben für Sehbehinderung → besser im Sonnenlicht, für ältere Menschen.


H4 Curb-Cut-Effekt: Erklärung

Thema: Barrierefreiheit Curb-Cut-Effekt Transfer Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Erkläre das Konzept des Curb-Cut-Effekts. Nenne zwei konkrete Web-Beispiele und erkläre jeweils, wer die ursprüngliche Zielgruppe war und wer sonst davon profitiert.

Musterlösung: Der Curb-Cut-Effekt beschreibt, wie eine Maßnahme für Menschen mit Behinderung am Ende allen zugute kommt wie die Bordsteinabsenkung, die für Rollstuhlfahrer gedacht war, aber auch Kinderwagen, Rollkoffer und Fahrrädern helfen. Web-Beispiele: (1) Untertitel primär für Gehörlose, helfen auch in lauter Umgebung oder beim Sprachlernen. (2) Alt-Texte primär für Screen-Reader-Benutzende, helfen auch Suchmaschinen (SEO).


H5 EAA: Was ist das?

Thema: Barrierefreiheit Rechtlicher Rahmen Punkte: 1 Typ: [MC]

Was ist der European Accessibility Act (EAA)?

  • Ein freiwilliges EU-Programm zur Förderung barrierefreier Websites.
  • Eine EU-Richtlinie, die seit Juni 2025 in Kraft ist und Barrierefreiheit in bestimmten digitalen Bereichen verpflichtend macht.
  • Ein deutsches Gesetz, das nur öffentliche Behörden betrifft.
  • Ein technisches Standard wie HTML oder CSS.

Feedback: EAA = European Accessibility Act. Seit 28. Juni 2025 in Kraft. Betrifft E-Commerce, Banking, Telekommunikation, Transport, E-Books. In Deutschland umgesetzt durch das BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz). Verstoß: bis 100.000€ Bußgeld möglich.


H6 Barrierefreiheit: Warum auch für „normale" Benutzende?

Thema: Barrierefreiheit Business Case Punkte: 2 Typ: [ESSAY]

Erkläre, warum barrierefreie Gestaltung nicht nur für Menschen mit Behinderung wichtig ist, sondern auch einen praktischen Nutzen für alle Benutzenden hat. Nenne mindestens zwei konkrete Beispiele.

Musterlösung: Barrierefreiheit verbessert die UX für alle: (1) SEO Alt-Texte und semantisches HTML helfen Suchmaschinen, die Seite besser zu verstehen → besseres Ranking. (2) Mobile viele barrierefreie Prinzipien (z. B. große Tippflächen, guter Kontrast) sind auch für Mobilgeräte im Sonnenlicht wichtig. (3) Ältere Menschen Sehschwäche, motorische Einschränkungen betreffen einen großen Anteil der Bevölkerung. Der Markt: ~15% Menschen mit Behinderung + ~20% ältere Menschen.


H7 Tastatur-Test: Was prüfen?

Thema: Barrierefreiheit Praktischer Test Punkte: 2 Typ: [MC]

Sie möchten eine Webseite auf Barrierefreiheit testen, ohne assistive Technologie zu installieren. Was machen Sie?

  • Sie scrollen durch die Seite und schauen, ob sie schön aussieht.
  • Sie navigieren nur mit Tab + Enter durch die Seite und prüfen: Erreichen Sie alle Funktionen? Ist der Fokus immer sichtbar? Ist die Tab-Reihenfolge logisch?
  • Sie installieren einen Screenreader und lassen die Seite vorlesen.
  • Sie öffnen den Quellcode und zählen die barrierefreien Tags.

Feedback: Der Tastatur-Test ist der schnellste barrierefreie Selbsttest: Nur Tab + Enter benutzen. Wenn man so eine Funktion nicht erreicht kann, ist sie für Tastatur-Benutzende (und damit auch für Screenreader-Benutzende) nicht zugänglich. Tools wie axe DevTools oder Lighthouse automatisieren ~30% der Checks.


BLOCK I Zusammenfassung-Fragen (Übergreifend)


I1 Gesamtablauf: Wahl der richtigen Methode

Thema: HTTP + TCP + DNS zusammen Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Eine Person klickt auf einen „Neuen Eintrag erstellen"-Button einer Webanwendung. Beschreibe vom Klick bis zur Antwort des Servers, welche Protokolle beteiligt sind und welche HTTP-Methode verwendet wird.

Musterlösung: (1) Der Browser sendet eine HTTP-Anfrage. Da es sich um eine neue Ressource handelt, nutzt er POST. (2) Vorher: DNS löst den Domain-Namen auf. (3) TCP-Handshake stellt die Verbindung her. (4) POST-Anfrage wird gesendet (Daten im Body). (5) Server verarbeitet, erstellt den Eintrag, antwortet mit 201 Created.


I2 Gesamtablauf: Störfall analysieren

Thema: Netzwerk + HTTP Transfer/Problemlösung Punkte: 3 Typ: [ESSAY]

Sie rufen eine Webseite auf und erhalten eine Fehlermeldung. Beschreibe drei verschiedene Szenarien, die zu einer Fehlermeldung führen könnten, und erkläre, in welcher „Schicht" des Ablaufs (DNS, TCP, HTTP) das Problem liegt und wie Sie es erkennen.

Musterlösung: (1) DNS-Fehler: „Der Server wurde nicht gefunden" → DNS konnte den Namen nicht auflösen (z. B. Tippfehler in der URL oder DNS-Server nicht erreichbar). (2) TCP-Fehler: „Die Verbindung wurde verweigert" → Server existiert (IP bekannt), akzeptiert aber keine Verbindung (nicht gestartet, Port blockiert). (3) HTTP-Fehler: 404 → TCP-Verbindung erfolgreich, aber die angeforderte Ressource existiert nicht auf dem Server.