--- marp: true theme: gaia paginate: true backgroundColor: #fff header: "" footer: "" title: "Fragenkatalog – Dateiformate (223015b)" --- # Klausurfragen – 223015b **Dateiformate, Schnittstellen, Speichermedien · HdM Stuttgart · M. Czechowski** Stand: 03.07.2026 --- > **Legende – Moodle XML-Typen:** > `[MC]` = `multichoice` (einzelne Auswahl) > `[MM]` = `multichoice` + `false` (Mehrfachauswahl) > `[MATCH]` = `matching` (Zuordnung) > `[ORDER]` = `ordering` (Reihenfolge) > `[ESSAY]` = `essay` (Freitext, manuell bewertet) > `[SHORTANS]` = `shortanswer` (Stichwort/Satz, automatisch geprüft) > `[NUMERIC]` = `numerical` (Zahlenwert ± Toleranz) > `[CLOZE]` = `cloze` (Lückentext, gemischt)` --- ## BLOCK J – Dateiformate: Grundbegriffe --- ### J1 – Was bedeutet „komprimieren"? **Thema:** Grundbegriffe – Kompression **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was bedeutet es, eine Datei zu komprimieren? - [ ] Die Datei wird auf einem anderen Speichermedium gesichert. - [ ] Die Dateigröße wird durch Entfernung oder Vereinfachung von Daten reduziert. - [ ] Die Datei wird verschlüsselt, damit sie kleiner aussieht. - [ ] Die Datei wird in ein anderen Format umgewandelt, ohne dass sich die Größe ändert. --- ### J1 – Was bedeutet „komprimieren"? (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Kompression **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was bedeutet es, eine Datei zu komprimieren? - [ ] Die Datei wird auf einem anderen Speichermedium gesichert. - [x] **Die Dateigröße wird durch Entfernung oder Vereinfachung von Daten reduziert.** - [ ] Die Datei wird verschlüsselt, damit sie kleiner aussieht. - [ ] Die Datei wird in ein anderen Format umgewandelt, ohne dass sich die Größe ändert. > **Feedback:** Kompression = Dateigröße reduzieren. Zwei Familien: verlustfrei (alle Daten bleiben erhalten, z. B. ZIP, PNG) und verlustbehaftet (Daten werden dauerhaft weggeworfen, z. B. JPEG, MP3). --- ### J2 – Verlustfrei vs. verlustbehaftet **Thema:** Grundbegriffe – Kompressionsprimitiven **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Format zu, ob es verlustfrei oder verlustbehaftet komprimiert. **Format:** - JPEG - PNG - MP3 - ZIP - FLAC - WebP (lossy) **Kompressions-Typ (ungeordnet):** - Verlustbehaftet - Verlustfrei - Verlustfrei - Verlustbehaftet - Verlustfrei - Verlustbehaftet --- ### J2 – Verlustfrei vs. verlustbehaftet (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Kompressionsprimitiven **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Format zu, ob es verlustfrei oder verlustbehaftet komprimiert. | Format | Kompressions-Typ | |---|---| | JPEG | Verlustbehaftet | | PNG | Verlustfrei | | MP3 | Verlustbehaftet | | ZIP | Verlustfrei | | FLAC | Verlustfrei | | WebP (lossy) | Verlustbehaftet | > **Feedback:** Verlustfrei = Originaldaten perfekt rekonstruierbar (ZIP, PNG, FLAC). Verlustbehaftet = Daten dauerhaft weggeworfen, nicht mehr zurückholbar (JPEG, MP3). --- ### J3 – Verlustfrei vs. verlustbehaftet: Erklären Sie **Thema:** Grundbegriffe – Konzept **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie den Unterschied zwischen verlustfreier und verlustbehafteter Kompression. Nennen Sie je ein konkretes Beispiel und erklären Sie, warum man in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Kompressionstypen wählt. --- ### J3 – Verlustfrei vs. verlustbehaftet: Erklären Sie (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Konzept **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie den Unterschied zwischen verlustfreier und verlustbehafteter Kompression. Nennen Sie je ein konkretes Beispiel und erklären Sie, warum man in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Kompressionstypen wählt. > **Musterlösung:** Verlustfrei: Alle Originaldaten bleiben erhalten – die Datei kann perfekt rekonstruiert werden (z. B. ZIP, PNG). Verlustbehaftet: Daten werden dauerhaft weggeworfen – die Datei kann nicht mehr perfekt hergestellt werden (z. B. JPEG, MP3). Wahl: Fotos fürs Web → JPEG (verlustbehaftet), weil der Unterschied kaum sichtbar ist und die Datei deutlich kleiner wird. Archivierung oder Grafiken → PNG (verlustfrei), weil Qualitätsverlust inakzeptabel wäre. --- ### J4 – Was bedeutet „skalieren"? **Thema:** Grundbegriffe – Skalierung **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was passiert, wenn ein Rasterbild vergrößert wird? - [ ] Neue Pixel werden aus dem Dateiformat automatisch geladen. - [ ] Fehlende Pixel müssen durch Interpolation „erfunden" werden – es entsteht keine neue Information. - [ ] Das Bild wird verlustfrei größer, weil Pixel automatisch duplifiziert werden. - [ ] Die Dateigröße bleibt gleich, nur der Zoom im Betrachter ändert sich. --- ### J4 – Was bedeutet „skalieren"? (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Skalierung **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was passiert, wenn ein Rasterbild vergrößert wird? - [ ] Neue Pixel werden aus dem Dateiformat automatisch geladen. - [x] **Fehlende Pixel müssen durch Interpolation „erfunden" werden – es entsteht keine neue Information.** - [ ] Das Bild wird verlustfrei größer, weil Pixel automatisch duplifiziert werden. - [ ] Die Dateigröße bleibt gleich, nur der Zoom im Betrachter ändert sich. > **Feedback:** Ein Rasterbild hat eine native Auflösung. Alles darüber hinaus = Schätzung (Interpolation). Deshalb werden vergrößerte Rasterbilder unscharf – es gibt einfach keine Daten für die fehlenden Pixel. --- ### J5 – Was bedeutet „konvertieren"? **Thema:** Grundbegriffe – Konvertierung **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was bedeutet es, eine Datei zu konvertieren? - [ ] Die Datei wird komprimiert und umbenannt. - [ ] Die Daten werden von einem Format in ein anderes umgewandelt (z. B. JPEG → PNG, MP4 → WebM). - [ ] Die Datei wird verschlüsselt und in ein neues Format gepackt. - [ ] Die Dateiendung wird umbenannt, ohne dass sich der Inhalt ändert. --- ### J5 – Was bedeutet „konvertieren"? (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Konvertierung **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was bedeutet es, eine Datei zu konvertieren? - [ ] Die Datei wird komprimiert und umbenannt. - [x] **Die Daten werden von einem Format in ein anderes umgewandelt (z. B. JPEG → PNG, MP4 → WebM).** - [ ] Die Datei wird verschlüsselt und in ein neues Format gepackt. - [ ] Die Dateiendung wird umbenannt, ohne dass sich der Inhalt ändert. > **Feedback:** Konvertierung = Format-Umwandlung. Der Inhalt bleibt inhaltlich gleich, aber die Art der Speicherung (Kompression, Struktur) ändert sich. Wichtig: Eine Dateiendung umzubenennen ist KEINE Konvertierung. --- ### J9 – Redundanz vs. Irrelevanz **Thema:** Grundbegriffe – Kompressionsprinzipien **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Verlustfreie und verlustbehaftete Kompression arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Ordnen Sie zu. **Prinzip:** - Redundanz entfernen (wiederholende Muster kompakter darstellen) - Irrelevanz entfernen (für Menschen nicht wahrnehmbar) **Kompressionstyp (ungeordnet):** - Verlustbehaftet - Verlustfrei --- ### J9 – Redundanz vs. Irrelevanz (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Kompressionsprinzipien **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Verlustfreie und verlustbehaftete Kompression arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Ordnen Sie zu. | Prinzip | Kompressionstyp | |---|---| | Redundanz entfernen (wiederholende Muster kompakter darstellen) | Verlustfrei | | Irrelevanz entfernen (für Menschen nicht wahrnehmbar) | Verlustbehaftet | > **Feedback:** Der Kernunterschied: Verlustfrei arbeitet mit Redundanz – Wiederholungen werden kompakter gespeichert, aber nichts geht verloren. Verlustbehaftet arbeitet mit Irrelevanz – Daten werden weggeworfen, die Menschen sowieso nicht wahrnehmen können (Psychovisuell bei Bildern, Psychoakustisch bei Audio). --- ### J10 – Dateneinheiten: Größenordnungen **Thema:** Grundbegriffe – Speichereinheiten **Punkte:** 2 **Typ:** `[ORDER]` Sortieren Sie die Dateneinheiten von kleinster zu größter: - Petabyte (PB) - Terabyte (TB) - Gigabyte (GB) - Megabyte (MB) - Kilobyte (KB) - Byte --- ### J10 – Dateneinheiten: Größenordnungen (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Speichereinheiten **Punkte:** 2 **Typ:** `[ORDER]` Sortieren Sie die Dateneinheiten von kleinster zu größter: 1. Byte 2. Kilobyte (KB) 3. Megabyte (MB) 4. Gigabyte (GB) 5. Terabyte (TB) 6. Petabyte (PB) > **Feedback:** Jede Stufe = Faktor 1.000 (SI-Präfixe). Merkhilfe: „Komm Mit Großem Tee, Peter". Ein einzelnes Foto (12 MP, unkomprimiert) ≈ 36 MB. Ein FullHD-Kinofilm ≈ 1 GB. Ein 4K-Film pro Minute unkomprimiert ≈ 44 GB. --- ### J11 – Bit und Byte: Umrechnung **Thema:** Grundbegriffe – Bit/Byte-Verhältnis **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit. Ein Byte besteht aus wie vielen Bit? --- ### J11 – Bit und Byte: Umrechnung (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Bit/Byte-Verhältnis **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit. Ein Byte besteht aus wie vielen Bit? **Lösung:** **8** (±0) > **Feedback:** 1 Byte = 8 Bit. Ein Byte kann einen Wert von 0 bis 255 darstellen (2⁸ − 1). Die Unterscheidung Bit/Byte ist fundamental – Bit wird mit kleinem „b" abgekürzt (b), Byte mit großem „B" (B). Deshalb: 1 Mbit/s ≠ 1 MB/s. --- ### J11a – Bandbreite: Mbit/s in MB/s umrechnen **Thema:** Bandbreite – Mbit/s vs. MB/s **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ihr Internetanschluss bietet **150 Mbit/s**. Wie viele Megabyte pro Sekunde (MB/s) können Sie damit höchstens herunterladen? --- ### J11a – Bandbreite: Mbit/s in MB/s umrechnen (Lösung) **Thema:** Bandbreite – Mbit/s vs. MB/s **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ihr Internetanschluss bietet **150 Mbit/s**. Wie viele Megabyte pro Sekunde (MB/s) können Sie damit höchstens herunterladen? **Lösung:** **18,75** (±0,1) > **Feedback:** Provider werben in Mbit/s, Dateigrößen stehen in MByte. Umrechnung: Mbit/s ÷ 8 = MB/s. Also 150 ÷ 8 = 18,75 MB/s. Eine 1-GB-Datei lädt damit in ca. 54 Sekunden. --- ### J11b – Warum werben Provider in Mbit/s? **Thema:** Bandbreite – Mbit/s vs. MB/s **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Ihr Tarif verspricht „250 Mbit/s", die Datei wird aber mit „~31 MB/s" heruntergeladen. Warum die unterschiedlichen Zahlen? - [ ] Mbit/s misst Bit, MB/s misst Byte. 1 Byte = 8 Bit, also Mbit/s ÷ 8 = MB/s (250 ÷ 8 ≈ 31). Die größere Bit-Zahl wirkt im Marketing attraktiver. - [ ] Der Download ist langsamer, weil die Leitung defekt ist. - [ ] Mbit/s und MB/s sind dasselbe – einer der Werte ist ein Tippfehler. - [ ] MB/s ist immer achtmal größer als Mbit/s. --- ### J11b – Warum werben Provider in Mbit/s? (Lösung) **Thema:** Bandbreite – Mbit/s vs. MB/s **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Ihr Tarif verspricht „250 Mbit/s", die Datei wird aber mit „~31 MB/s" heruntergeladen. Warum die unterschiedlichen Zahlen? - [x] **Mbit/s misst Bit, MB/s misst Byte. 1 Byte = 8 Bit, also Mbit/s ÷ 8 = MB/s (250 ÷ 8 ≈ 31). Die größere Bit-Zahl wirkt im Marketing attraktiver.** - [ ] Der Download ist langsamer, weil die Leitung defekt ist. - [ ] Mbit/s und MB/s sind dasselbe – einer der Werte ist ein Tippfehler. - [ ] MB/s ist immer achtmal größer als Mbit/s. > **Feedback:** Bandbreite wird in Mbit/s (Bit) angegeben, Dateien in MByte. Faktor 8 zwischen beiden. 250 Mbit/s ÷ 8 ≈ 31,25 MB/s. Die Bit-Angabe liefert die größere, werbewirksamere Zahl. --- ### J12 – 7-Bit ASCII: Wie viele Zeichen? **Thema:** Grundbegriffe – ASCII-Zeichenkodierung **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Der ASCII-Standard verwendet 7 Bit pro Zeichen. Wie viele verschiedene Zeichen können damit dargestellt werden? --- ### J12 – 7-Bit ASCII: Wie viele Zeichen? (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – ASCII-Zeichenkodierung **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Der ASCII-Standard verwendet 7 Bit pro Zeichen. Wie viele verschiedene Zeichen können damit dargestellt werden? **Lösung:** **128** (±0) > **Feedback:** Bei n Bit gibt es 2ⁿ mögliche Werte. 7 Bit → 2⁷ = 128 Zeichen. Diese umfassen: Ziffern (0–9), Buchstaben (A–Z, a–z), Sonderzeichen und Steuerzeichen. Achtung: Umlaute (ä, ö, ü) sind nicht im ASCII-Sortiment – dafür braucht man z. B. UTF-8. --- ### J13 – Hexadezimalzahlen: Zwei 4-Bit-Werte **Thema:** Grundbegriffe – Hexadezimal **Punkte:** 2 **Typ:** `[NUMERIC]` Zwei Hexadezimalzahlen werden jeweils durch 4 Bit dargestellt. Wie viele verschiedene Werte kann eine einzelne Hexadezimalziffer annehmen? --- ### J13 – Hexadezimalzahlen: Zwei 4-Bit-Werte (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Hexadezimal **Punkte:** 2 **Typ:** `[NUMERIC]` Zwei Hexadezimalzahlen werden jeweils durch 4 Bit dargestellt. Wie viele verschiedene Werte kann eine einzelne Hexadezimalziffer annehmen? **Lösung:** **16** (±0) > **Feedback:** 4 Bit → 2⁴ = 16 Werte (0–15). Diese werden in Hexadezimal als 0–9 und A–F dargestellt. Zwei Hex-Ziffern zusammen = 8 Bit = 1 Byte → ein Byte lässt sich immer als genau zwei Hex-Ziffern schreiben (z. B. Byte 255 = FF, Byte 10 = 0A). --- ### J14 – Ein Pixel, drei Kanäle, 8 Bit **Thema:** Grundbegriffe – Speicherbedarf eines Pixels **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein einzelner Pixel wird durch drei Farbkanäle (R, G, B) mit jeweils 8 Bit Farbtiefe gespeichert. Wie viele Byte Informationen enthalten ein solcher Pixel? --- ### J14 – Ein Pixel, drei Kanäle, 8 Bit (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Speicherbedarf eines Pixels **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein einzelner Pixel wird durch drei Farbkanäle (R, G, B) mit jeweils 8 Bit Farbtiefe gespeichert. Wie viele Byte Informationen enthalten ein solcher Pixel? **Lösung:** **3** (±0) > **Feedback:** 3 Kanäle × 8 Bit = 24 Bit = 3 Byte pro Pixel. Das entspricht einer 24-Bit-Farbtiefe (True Color). Diese 3 Byte pro Pixel bilden die Basis für jede Speicherberechnung von Rasterbildern: Breite × Höhe × 3 Bytes = Gesamtgröße unkomprimiert. --- ### J14a – Farbwerte pro Byte (RGB-Kanal) **Thema:** Grundbegriffe – Farbtiefe pro Kanal **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein Farbkanal (z. B. Rot) wird mit 8 Bit Farbtiefe gespeichert. Wie viele unterschiedliche Farbwerte kann dieser eine Kanal (1 Byte) annehmen? --- ### J14a – Farbwerte pro Byte (RGB-Kanal) (Lösung) **Thema:** Grundbegriffe – Farbtiefe pro Kanal **Punkte:** 1 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein Farbkanal (z. B. Rot) wird mit 8 Bit Farbtiefe gespeichert. Wie viele unterschiedliche Farbwerte kann dieser eine Kanal (1 Byte) annehmen? **Lösung:** **256** (±0) > **Feedback:** 1 Byte = 8 Bit → 2⁸ = 256 mögliche Werte (0–255). Pro RGB-Kanal also 256 Helligkeitsabstufungen. Alle drei Kanäle kombiniert: 256³ = 16.777.216 (16,7 Mio.) darstellbare Farben (True Color). --- ### J15 – Analoge Medien: Übersicht **Thema:** Medientypen – Analog **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Medientyp ein typisches analoges Format zu. **Medientyp:** - Text - Bild - Audio - Video **Analoges Format (ungeordnet):** - Film (35mm, Super 8), VHS, Betamax - Schallplatte (Vinyl), Tonband, Musikkassette - Fotografie (Negativ, Dia), Mikrofilm - Buch, Zeitung, Lochkarte --- ### J15 – Analoge Medien: Übersicht (Lösung) **Thema:** Medientypen – Analog **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Medientyp ein typisches analoges Format zu. | Medientyp | Analoges Format | |---|---| | Text | Buch, Zeitung, Lochkarte | | Bild | Fotografie (Negativ, Dia), Mikrofilm | | Audio | Schallplatte (Vinyl), Tonband, Musikkassette | | Video | Film (35mm, Super 8), VHS, Betamax | > **Feedback:** Analoge Medien speichern Information als kontinuierliche physikalische Größe – Rillentiefe, Magnetfeldstärke, Silberkorn-Dichte. Distribution erfolgt physisch: Kauf, Verleih, Kopie. --- ### J17 – Digitale Medien: Formate zuordnen **Thema:** Medientypen – Digital **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Medientyp typische digitale Formate zu. **Medientyp:** - Text - Bild - Audio - Video **Digitale Formate (ungeordnet):** - MP4, MKV, AVI, WebM - MP3, FLAC, WAV, AAC, OGG - JPEG, PNG, RAW, WebP, GIF - PDF, EPUB, TXT, DOCX --- ### J17 – Digitale Medien: Formate zuordnen (Lösung) **Thema:** Medientypen – Digital **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Medientyp typische digitale Formate zu. | Medientyp | Digitale Formate | |---|---| | Text | PDF, EPUB, TXT, DOCX | | Bild | JPEG, PNG, RAW, WebP, GIF | | Audio | MP3, FLAC, WAV, AAC, OGG | | Video | MP4, MKV, AVI, WebM | > **Feedback:** Digitale Medien werden über Datenträger (CD, USB), Download, Streaming oder P2P verteilt. Der entscheidende Vorteil: bit-identische Kopien ohne Qualitätsverlust. --- ### J18 – Analog vs. Digital: Der Hauptunterschied **Thema:** Analog vs. Digital – Konzept **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Was ist der fundamentale Unterschied zwischen analoger und digitaler Speicherung? - [ ] Analog speichert in diskreten Stufen, digital als kontinuierliches Signal. - [ ] Analog nutzt Elektrizität, digital nutzt Magnetismus zur Speicherung. - [ ] Analog speichert kontinuierlich (z.B. Rillentiefe), digital in diskreten Bits. - [ ] Analog ist für Audio, digital ist ausschließlich für Text geeignet. --- ### J18 – Analog vs. Digital: Der Hauptunterschied (Lösung) **Thema:** Analog vs. Digital – Konzept **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Was ist der fundamentale Unterschied zwischen analoger und digitaler Speicherung? - [ ] Analog speichert in diskreten Stufen, digital als kontinuierliches Signal. - [ ] Analog nutzt Elektrizität, digital nutzt Magnetismus zur Speicherung. - [x] **Analog speichert kontinuierlich (z.B. Rillentiefe), digital in diskreten Bits.** - [ ] Analog ist für Audio, digital ist ausschließlich für Text geeignet. > **Feedback:** Analog = kontinuierlich (Rillentiefe, Magnetfeldstärke). Digital = diskret (0 und 1). Die Quantisierung ist der „Preis" der Digitalisierung, aber danach bleibt die Information exakt – perfekte Kopien möglich. --- ### J22 – Analog vs. Digital: Vor- und Nachteile **Thema:** Analog vs. Digital – Vergleich **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jede Eigenschaft zu: Vorteil von Analog oder Vorteil von Digital? **Eigenschaft:** - Kein Abspielgerät nötig - Bit-identische Kopien ohne Qualitätsverlust - Überwiegend unabhängig von Strom und Internet - Einfache Durchsuchbarkeit (bspw. Strg/Cmd+F) - Haptisches Erlebnis **Zuordnen zu:** Analog · Digital --- ### J22 – Analog vs. Digital: Vor- und Nachteile (Lösung) **Thema:** Analog vs. Digital – Vergleich **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jede Eigenschaft zu: Vorteil von Analog oder Vorteil von Digital? | Eigenschaft | Vorteil von | |---|---| | Kein Abspielgerät nötig | Analog | | Bit-identische Kopien ohne Qualitätsverlust | Digital | | Überwiegend unabhängig von Strom und Internet | Analog | | Einfache Durchsuchbarkeit (bspw. Strg/Cmd+F) | Digital | | Haptisches Erlebnis | Analog | > **Feedback:** Analog: physisch, unabhängig, haptisch – aber Verschleiß und Generationsverlust. Digital: perfekte Kopien, durchsuchbar, korrigierbar – aber abhängig von Technik und Formaten. --- ### J24 – Analog vs. Digital: Kopieren und Archivieren **Thema:** Analog vs. Digital – Transfer **Punkte:** 3 **Typ:** `[ESSAY]` Vergleichen Sie **analoge** und **digitale** Medien hinsichtlich (1) Kopierqualität, (2) Langzeitarchivierung und (3) Abhängigkeit von Technik. Nennen Sie je einen konkreten Vor- und Nachteil. --- ### J24 – Analog vs. Digital: Kopieren und Archivieren (Lösung) **Thema:** Analog vs. Digital – Transfer **Punkte:** 3 **Typ:** `[ESSAY]` Vergleichen Sie **analoge** und **digitale** Medien hinsichtlich (1) Kopierqualität, (2) Langzeitarchivierung und (3) Abhängigkeit von Technik. Nennen Sie je einen konkreten Vor- und Nachteil. > **Musterlösung:** **Kopierqualität:** Analog: Jede Kopie verschlechtert sich (Generationsverlust). Digital: Bit-identische Kopien ohne Qualitätsverlust. **Langzeitarchivierung:** Analog: Physischer Verschleiß, aber lesbar ohne spezielle Software (Buch). Digital: Bits altern nicht, aber Formate können obsolet werden (DOCX in 50 Jahren?). **Technikabhängigkeit:** Analog: Buch braucht keinen Strom. Digital: Abhängig von funktionierender Hard- und Software. Vorteil Analog: Unabhängigkeit. Nachteil Analog: Generationsverlust. Vorteil Digital: Perfekte Kopien. Nachteil Digital: Formatobsoleszenz. --- ## BLOCK K – Bildformate & Raster vs. Vektor --- ### K1 – Was ist ein Pixel? **Thema:** Digitale Bilder – Grundbegriffe **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was ist ein Pixel in einem digitalen Bild? - [ ] Ein winziges physisches Kameraobjektiv. - [ ] Ein einzelner Farbpunkt in einem Rasterbild – der kleinste Baustein. - [ ] Eine Einheit zur Messung der Dateigröße. - [ ] Ein Synonym für eine Farbe im RGB-Farbraum. --- ### K1 – Was ist ein Pixel? (Lösung) **Thema:** Digitale Bilder – Grundbegriffe **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was ist ein Pixel in einem digitalen Bild? - [ ] Ein winziges physisches Kameraobjektiv. - [x] **Ein einzelner Farbpunkt in einem Rasterbild – der kleinste Baustein.** - [ ] Eine Einheit zur Messung der Dateigröße. - [ ] Ein Synonym für eine Farbe im RGB-Farbraum. > **Feedback:** Pixel = Picture Element. Ein digitales Rasterbild ist ein 2D-Array aus Pixeln, jeder mit einem Farbwert (z. B. RGB). --- ### K2 – Speicherbedarf berechnen **Thema:** Rastergrafiken – Berechnung **Punkte:** 2 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein Bild ist 1920 × 1080 Pixel groß und nutzt 24-Bit-Farbtiefe (True Color). Wie groß ist das Bild unkomprimiert in Megabyte? (Runden Sie auf eine Dezimalstelle.) **Hinweis:** Der Taschenrechner des Computers darf verwendet werden. **Formel:** Breite × Höhe × (Farbtiefe / 8) = Bytes --- ### K2 – Speicherbedarf berechnen (Lösung) **Thema:** Rastergrafiken – Berechnung **Punkte:** 2 **Typ:** `[NUMERIC]` Ein Bild ist 1920 × 1080 Pixel groß und nutzt 24-Bit-Farbtiefe (True Color). Wie groß ist das Bild unkomprimiert in Megabyte? (Runden Sie auf eine Dezimalstelle.) **Hinweis:** Der Taschenrechner des Computers darf verwendet werden. **Formel:** Breite × Höhe × (Farbtiefe / 8) = Bytes **Lösung:** 1920 × 1080 × 3 = 6.220.800 Bytes ≈ **6,2 MB** (±0,1) > **Feedback:** 24 Bit = 3 Bytes pro Pixel (8 Bit pro Kanal: R, G, B). 1920 × 1080 = 2.073.600 Pixel × 3 Bytes = 6.220.800 Bytes. Durch 1.000.000 ≈ 6,2 MB. --- ### K3 – Farbtiefe: Bedeutung **Thema:** Rastergrafiken – Farbtiefe **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jeder Farbtiefe ihre Bedeutung zu. **Farbtiefe:** - 1 Bit - 8 Bit - 24 Bit - 32 Bit **Bedeutung (ungeordnet):** - 16,7 Millionen Farben + Alpha (Transparenz) - 16,7 Millionen Farben (True Color, Standard) - 256 Farben (Graustufen, GIF) - 2 Farben (Schwarz/Weiß) --- ### K3 – Farbtiefe: Bedeutung (Lösung) **Thema:** Rastergrafiken – Farbtiefe **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jeder Farbtiefe ihre Bedeutung zu. | Farbtiefe | Bedeutung | |---|---| | 1 Bit | 2 Farben (Schwarz/Weiß) | | 8 Bit | 256 Farben (Graustufen, GIF) | | 24 Bit | 16,7 Millionen Farben (True Color, Standard) | | 32 Bit | 16,7 Millionen Farben + Alpha (Transparenz) | > **Feedback:** Bei n Bit gibt es 2ⁿ mögliche Werte. 24 Bit = 8 Bit pro Kanal (R, G, B). 32 Bit = 24 Bit Farbe + 8 Bit Alpha-Kanal für Transparenz. --- ### K4 – Was ist Alpha-Transparenz? **Thema:** Rastergrafiken – Transparenz **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was bedeutet ein 32-Bit-Bild gegenüber einem 24-Bit-Bild? - [ ] Es hat doppelt so viele Pixel. - [ ] Es hat einen zusätzlichen Alpha-Kanal (8 Bit), der die Transparenz jedes Pixels speichert. - [ ] Es nutzt eine höhere Auflösung. - [ ] Es kann mehr Dateiformate speichern. --- ### K4 – Was ist Alpha-Transparenz? (Lösung) **Thema:** Rastergrafiken – Transparenz **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was bedeutet ein 32-Bit-Bild gegenüber einem 24-Bit-Bild? - [ ] Es hat doppelt so viele Pixel. - [x] **Es hat einen zusätzlichen Alpha-Kanal (8 Bit), der die Transparenz jedes Pixels speichert.** - [ ] Es nutzt eine höhere Auflösung. - [ ] Es kann mehr Dateiformate speichern. > **Feedback:** 32 Bit = 24 Bit (RGB) + 8 Bit Alpha. Der Alpha-Kanal bestimmt, wie durchsichtig jeder Pixel ist (0 = vollständig transparent, 255 = vollständig undurchsichtig). Wichtig für PNGs mit Hintergrund-Transparenz. --- ### K5 – Raster vs. Vektor: Kern-Unterschied **Thema:** Raster vs. Vektor – Konzept **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Was ist der fundamentale Unterschied zwischen Raster- und Vektorgrafiken? - [ ] Vektorgrafiken sind immer farbiger als Rastergrafiken. - [ ] Rastergrafiken speichern einzelne Pixel; Vektorgrafiken speichern geometrische Beschreibungen (Pfade, Formen), die beliebig skaliert werden können. - [ ] Rastergrafiken können keine Farben darstellen, Vektorgrafiken schon. - [ ] Der Unterschied liegt nur in der Dateiendung, nicht im Inhalt. --- ### K5 – Raster vs. Vektor: Kern-Unterschied (Lösung) **Thema:** Raster vs. Vektor – Konzept **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Was ist der fundamentale Unterschied zwischen Raster- und Vektorgrafiken? - [ ] Vektorgrafiken sind immer farbiger als Rastergrafiken. - [x] **Rastergrafiken speichern einzelne Pixel; Vektorgrafiken speichern geometrische Beschreibungen (Pfade, Formen), die beliebig skaliert werden können.** - [ ] Rastergrafiken können keine Farben darstellen, Vektorgrafiken schon. - [ ] Der Unterschied liegt nur in der Dateiendung, nicht im Inhalt. > **Feedback:** Raster = „Malen nach Zahlen" (jeder Pixel einzeln). Vektor = „Bauanleitung" (Formen beschreiben). Diese Unterschied bestimmt alles: Skalierung, Dateigröße, Einsatzbereich. --- ### K6 – Raster vs. Vektor: Vergleich **Thema:** Raster vs. Vektor – Eigenschaften zuordnen **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jeder Eigenschaft zu: Raster oder Vektor? **Eigenschaft:** - Skalierung ohne Qualitätsverlust - Ideal für Fotos - Dateigröße abhängig von der Auflösung - Ideal für Logos und Icons - Speicherung als 2D-Array von Pixeln - Dateigröße abhängig von der Komplexität **Typ (ungeordnet):** - Vektor - Raster - Vektor - Raster - Raster - Vektor --- ### K6 – Raster vs. Vektor: Vergleich (Lösung) **Thema:** Raster vs. Vektor – Eigenschaften zuordnen **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jeder Eigenschaft zu: Raster oder Vektor? | Eigenschaft | Typ | |---|---| | Skalierung ohne Qualitätsverlust | Vektor | | Ideal für Fotos | Raster | | Dateigröße abhängig von der Auflösung | Raster | | Ideal für Logos und Icons | Vektor | | Speicherung als 2D-Array von Pixeln | Raster | | Dateigröße abhängig von der Komplexität | Vektor | > **Feedback:** Raster = Pixel-basiert, auflösungsabhängig, ideal für Fotos. Vektor = Beschreibungs-basiert, beliebig skalierbar, ideal für Grafiken/Logos. --- ### K7 – Skalierung: Warum werden Rasterbilder unscharf? **Thema:** Rastergrafiken – Skalierung Transfer **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie, warum ein Rasterbild beim Vergrößern unscharf wird, während ein Vektorbild bei beliebiger Größe scharf bleibt. Nennen Sie einen konkreten Anwendungsfall, in dem diese Eigenschaft ausschlaggebend ist. --- ### K7 – Skalierung: Warum werden Rasterbilder unscharf? (Lösung) **Thema:** Rastergrafiken – Skalierung Transfer **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie, warum ein Rasterbild beim Vergrößern unscharf wird, während ein Vektorbild bei beliebiger Größe scharf bleibt. Nennen Sie einen konkreten Anwendungsfall, in dem diese Eigenschaft ausschlaggebend ist. > **Musterlösung:** Ein Rasterbild hat eine feste Auflösung (eine bestimmte Anzahl von Pixeln). Beim Vergrößern müssen neue Pixel „erfunden" werden (Interpolation) – es gibt keine echten Daten für die fehlenden Stellen → Unschärfe. Ein Vektorbild speichert nur Beschreibungen (Pfade, Formen). Beim Vergrößern werden einfach die Koordinaten skaliert – keine Information geht verloren → immer scharf. Anwendungsfall: Ein Logo auf einer Visitenkarte UND auf einem Plakat → SVG nutzen, damit es bei beliebiger Größe scharf bleibt. --- ### K10 – Bildtypen vergleichen: Foto, Screenshot, Logo **Thema:** Bildformate – Anwendungsfälle **Punkte:** 3 **Typ:** `[ESSAY]` Sie haben drei Bilder: ein **Foto**, einen **Screenshot** und ein **Logo**. Erklären Sie für jedes Bild, welches Format (JPEG, PNG oder SVG) Sie wählen würden und warum. Begründen Sie Ihre Wahl mit den technischen Eigenschaften des Formats. --- ### K10 – Bildtypen vergleichen: Foto, Screenshot, Logo (Lösung) **Thema:** Bildformate – Anwendungsfälle **Punkte:** 3 **Typ:** `[ESSAY]` Sie haben drei Bilder: ein **Foto**, einen **Screenshot** und ein **Logo**. Erklären Sie für jedes Bild, welches Format (JPEG, PNG oder SVG) Sie wählen würden und warum. Begründen Sie Ihre Wahl mit den technischen Eigenschaften des Formats. > **Musterlösung:** **Foto → JPEG:** Verlustbehaftete Kompression ist akzeptabel, da kleine Artefakte bei natürlichen Bildern kaum auffallen. Dateigröße deutlich kleiner als PNG. **Screenshot → PNG:** Verlustfreie Kompression erhält scharfe Texte und Linien. JPEG würde sichtbare Artefakte an Kanten erzeugen. **Logo → SVG:** Vektorgrafik ist beliebig skalierbar ohne Qualitätsverlust – ein Logo muss auf Visitenkarte und Plakatwand gleich scharf sein. Dateigröße bei einfachen Formen minimal. --- ## BLOCK L – JPEG: Innenleben --- ### L1 – JPEG: Verlustfrei oder verlustbehaftet? **Thema:** JPEG – Grundeigenschaft **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` JPEG ist ein … - [ ] …vorwiegend verlustbehaftetes Bildformat. Die meisten Schritte verwerfen Daten dauerhaft, einzelne Schritte sind aber verlustfrei. - [ ] …vollständig verlustfreies Bildformat wie PNG. - [ ] …Videoformat für Streaming. - [ ] …Vektorgrafik-Format. --- ### L1 – JPEG: Verlustfrei oder verlustbehaftet? (Lösung) **Thema:** JPEG – Grundeigenschaft **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` JPEG ist ein … - [x] **…vorwiegend verlustbehaftetes Bildformat. Die meisten Schritte verwerfen Daten dauerhaft, einzelne Schritte sind aber verlustfrei.** - [ ] …vollständig verlustfreies Bildformat wie PNG. - [ ] …Videoformat für Streaming. - [ ] …Vektorgrafik-Format. > **Feedback:** JPEG = Joint Photographic Experts Group. Vorwiegend verlustbehaftet: Chroma-Subsampling und Quantisierung werfen Daten dauerhaft weg – eine gespeicherte JPEG kann nicht perfekt zum Original zurückgeführt werden. Einzelne Schritte wie das Huffman-Coding am Ende sind jedoch verlustfrei. Quality 100 ≠ verlustfrei, nur „wenig wegwerfen". --- ### L2 – Psychovisuelle Kompression: Das Auge austricksen **Thema:** JPEG – Wahrnehmungsprinzip **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Wie nutzt JPEG die Schwächen des menschlichen Auges aus? - [ ] Das Auge kann keine Farben wahrnehmen – daher werden Farben komplett entfernt. - [ ] Das Auge sieht Helligkeit besser als Farbe. JPEG behält die Helligkeit (Y) nahezu vollständig, reduziert aber die Farbauflösung (Cb, Cr) – der Verlust wird kaum wahrgenommen. - [ ] Das Auge kann keine Details sehen – daher werden alle Details entfernt. - [ ] JPEG nutzt keine Wahrnehmungsforschung, komprimiert rein mathematisch. --- ### L2 – Psychovisuelle Kompression: Das Auge austricksen (Lösung) **Thema:** JPEG – Wahrnehmungsprinzip **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Wie nutzt JPEG die Schwächen des menschlichen Auges aus? - [ ] Das Auge kann keine Farben wahrnehmen – daher werden Farben komplett entfernt. - [x] **Das Auge sieht Helligkeit besser als Farbe. JPEG behält die Helligkeit (Y) nahezu vollständig, reduziert aber die Farbauflösung (Cb, Cr) – der Verlust wird kaum wahrgenommen.** - [ ] Das Auge kann keine Details sehen – daher werden alle Details entfernt. - [ ] JPEG nutzt keine Wahrnehmungsforschung, komprimiert rein mathematisch. > **Feedback:** Psychovisuelle Kompression = Schwächen des Auges ausnutzen. Kern: Mehr Stäbchen (Helligkeit) als Zapfen (Farbe) im Auge → Helligkeit sichern, Farbe reduzieren. Der Verlust ist für Menschen kaum sichtbar. --- ### L3 – Farbraumkonversion: RGB → YCbCr **Thema:** JPEG Schritt 1 – Farbraum **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Warum wird bei JPEG von RGB in YCbCr konvertiert? - [ ] YCbCr nutzt weniger Speicher pro Pixel als RGB. - [ ] In YCbCr sind Helligkeit (Y) und Farbe (Cb, Cr) getrennt – die Farbauflösung kann unabhängig von der Helligkeit reduziert werden. - [ ] RGB kann keine Transparenz darstellen, YCbCr schon. - [ ] Die Konvertierung ist ein verlustfreier Schritt, der die Dateigröße halbiert. --- ### L3 – Farbraumkonversion: RGB → YCbCr (Lösung) **Thema:** JPEG Schritt 1 – Farbraum **Punkte:** 2 **Typ:** `[MC]` Warum wird bei JPEG von RGB in YCbCr konvertiert? - [ ] YCbCr nutzt weniger Speicher pro Pixel als RGB. - [x] **In YCbCr sind Helligkeit (Y) und Farbe (Cb, Cr) getrennt – die Farbauflösung kann unabhängig von der Helligkeit reduziert werden.** - [ ] RGB kann keine Transparenz darstellen, YCbCr schon. - [ ] Die Konvertierung ist ein verlustfreier Schritt, der die Dateigröße halbiert. > **Feedback:** Y = Helligkeit (Luminanz), Cb/Cr = Farbdifferenzen (Chrominanz). Diese Trennung ermöglicht Chroma Subsampling: Helligkeit voll behalten, Farbe reduzieren – ohne sichtbaren Verlust. --- ## BLOCK M – Bildformate: PNG, GIF, WebP, SVG --- ### M1 – PNG: Verlustfrei oder verlustbehaftet? **Thema:** PNG – Grundeigenschaft **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Wie komprimiert PNG? - [ ] Verlustbehaftet – wie JPEG, aber mit besserer Qualität. - [ ] Verlustfrei – die Originaldaten können perfekt rekonstruiert werden. - [ ] Gar nicht – PNG speichert Daten unkomprimiert. - [ ] PNG nutzt eine Kombination aus verlustfrei und verlustbehaftet. --- ### M1 – PNG: Verlustfrei oder verlustbehaftet? (Lösung) **Thema:** PNG – Grundeigenschaft **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Wie komprimiert PNG? - [ ] Verlustbehaftet – wie JPEG, aber mit besserer Qualität. - [x] **Verlustfrei – die Originaldaten können perfekt rekonstruiert werden.** - [ ] Gar nicht – PNG speichert Daten unkomprimiert. - [ ] PNG nutzt eine Kombination aus verlustfrei und verlustbehaftet. > **Feedback:** PNG nutzt DEFLATE-Kompression (wie ZIP) – verlustfrei. Deshalb ist PNG ideal für Grafiken, Screenshots und Bilder mit Transparenz, aber größer als JPEG für Fotos. --- ### M2 – PNG vs. JPEG: Wann was? **Thema:** Bildformate – Formatwahl **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie, wann Sie PNG und wann JPEG wählen würden. Nennen Sie je zwei konkrete Anwendungsfälle und begründen Sie Ihre Wahl. --- ### M2 – PNG vs. JPEG: Wann was? (Lösung) **Thema:** Bildformate – Formatwahl **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie, wann Sie PNG und wann JPEG wählen würden. Nennen Sie je zwei konkrete Anwendungsfälle und begründen Sie Ihre Wahl. > **Musterlösung:** PNG: (1) Screenshots – Texte und Linien bleiben scharf, keine Artefakte. (2) Logos mit Transparenz – PNG unterstützt Alpha-Transparenz, JPEG nicht. JPEG: (1) Fotos fürs Web – deutlich kleiner bei kaum sichtbarem Qualitätsverlust. (2) Social Media – Plattformen re-komprimieren sowieso, PNG würde nur unnötig groß sein. --- ### M3 – GIF: Wie viele Farben? **Thema:** GIF – Eigenschaften **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Wie viele Farben kann ein GIF-Bild gleichzeitig anzeigen? - [ ] 16 Farben - [ ] 16,7 Millionen Farben - [ ] 256 Farben (8-Bit-Palette) - [ ] Unbegrenzt – GIF unterstützt alle Farben. --- ### M3 – GIF: Wie viele Farben? (Lösung) **Thema:** GIF – Eigenschaften **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Wie viele Farben kann ein GIF-Bild gleichzeitig anzeigen? - [ ] 16 Farben - [ ] 16,7 Millionen Farben - [x] **256 Farben (8-Bit-Palette)** - [ ] Unbegrenzt – GIF unterstützt alle Farben. > **Feedback:** GIF = 8-Bit-Palette = 256 Farben maximal. Deshalb sehen GIF-Bilder bei Fotos oft banding/posterisiert aus. GIF überlebt heute wegen Animationen. --- ### M5 – SVG: Was ist es? **Thema:** SVG – Grundbegriff **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was ist SVG? - [ ] Ein verlustbehaftetes Rasterbild-Format wie JPEG. - [ ] Ein Vektorgrafik-Format, das Bilder als geometrische Beschreibungen (XML) speichert – beliebig skalierbar ohne Qualitätsverlust. - [ ] Ein Video-Container wie MP4. - [ ] Ein komprimiertes Archivformat wie ZIP. --- ### M5 – SVG: Was ist es? (Lösung) **Thema:** SVG – Grundbegriff **Punkte:** 1 **Typ:** `[MC]` Was ist SVG? - [ ] Ein verlustbehaftetes Rasterbild-Format wie JPEG. - [x] **Ein Vektorgrafik-Format, das Bilder als geometrische Beschreibungen (XML) speichert – beliebig skalierbar ohne Qualitätsverlust.** - [ ] Ein Video-Container wie MP4. - [ ] Ein komprimiertes Archivformat wie ZIP. > **Feedback:** SVG = Scalable Vector Graphics. Web-Standard für Vektorgrafiken. Beschreibt WAS gezeichnet werden soll (``, ``, ``), nicht wie jeder Pixel aussieht. Ideal für Logos, Icons, Illustrationen. --- ### M6 – Formatwahl: Szenario zuordnen **Thema:** Bildformate – Formatwahl Transfer **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Szenario das optimale Bildformat zu. **Szenario:** - Ein Foto für eine Webseite (klein, OK-Qualität) - Ein Screenshot einer Benutzeroberfläche - Ein Logo, das auf allen Bildschirmgrößen scharf sein muss - Ein animiertes Reaktionsbild für einen Chat **Format (ungeordnet):** - GIF - SVG - PNG - JPEG --- ### M6 – Formatwahl: Szenario zuordnen (Lösung) **Thema:** Bildformate – Formatwahl Transfer **Punkte:** 2 **Typ:** `[MATCH]` Ordnen Sie jedem Szenario das optimale Bildformat zu. | Szenario | Format | |---|---| | Ein Foto für eine Webseite (klein, OK-Qualität) | JPEG | | Ein Screenshot einer Benutzeroberfläche | PNG | | Ein Logo, das auf allen Bildschirmgrößen scharf sein muss | SVG | | Ein animiertes Reaktionsbild für einen Chat | GIF | > **Feedback:** JPEG = Fotos (klein, lossy OK). PNG = Screenshots, Grafiken mit Transparenz (verlustfrei). SVG = Logos, Icons (skalierbar). GIF = Animationen (256 Farben, aber Animations-Support). --- ## BLOCK N – Video-Kompression --- ## BLOCK O – Speichermedien & Schnittstellen --- ### O7 – Die 3-2-1-Regel **Thema:** Backup – Prinzip **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie die 3-2-1-Regel für Backups. Begründen Sie, warum jede der drei Ziffern wichtig ist. --- ### O7 – Die 3-2-1-Regel (Lösung) **Thema:** Backup – Prinzip **Punkte:** 2 **Typ:** `[ESSAY]` Erklären Sie die 3-2-1-Regel für Backups. Begründen Sie, warum jede der drei Ziffern wichtig ist. > **Musterlösung:** 3 Kopien: Original + 2 Backups. Warum? Das Original kann kaputt gehen, das erste Backup auch – das zweite ist der Sicherheitspuffer. 2 verschiedene Medientypen (z. B. SSD + HDD, oder lokal + Cloud). Warum? Gleiche Medien haben gleiche Schwachstellen (z. B. Batch-Fehler bei HDDs derselben Charge). 1 Kopie an einem anderen Ort (Cloud, anderes Gebäude). Warum? Brand oder Wasserschaden zerstört alles vor Ort; Ransomware verschlüsselt alle angeschlossenen Laufwerke gleichzeitig.